Transplantationszentrum München der LMU

Herzlich Willkommen am Transplantationszentrum München der LMU

Das gemeinsame, alle Organe umfassende Transplantationszentrum München der LMU ist das erste klinische Zentrum dieser Art in Deutschland. Es wurde gegründet, um die Patientenversorgung und die Qualitätssicherung zu optimieren, Assistenten und Studenten an das Transplantationsthema heranzuführen und die Forschungsaktivitäten abzustimmen und weiterzuentwickeln.

Das Klinikum der Universität München ist bereits seit vielen Jahren ein führendes Zentrum im Bereich der klinischen Transplantation und auch im Bereich der Transplantationsforschung. Bei  uns wurde 1969 die erste Herztransplantation und 1979 die erste simultane Nieren-Pankreastransplantation in Deutschland durchgeführt, 1981das erste Herztransplantationsprogramm in Mitteleuropa initiiert und im Jahr 1983 die erste Herz-Lungen-Transplantation in Deutschland gemacht. Die erste Lebertransplantation in Bayern 1985 erfolgte ebenfalls am Klinikum Großhadern. 1993 wurde zum ersten Mal die Implantation eines künstlichen Herzunterstützungssystems (Novacor) und 1997 die erste Herz-Lungen-Lebertransplantation in Deutschland durchgeführt.

Wissenschaftlich wurden bei der Verbesserung der Immunsuppression und der postoperativen Nachbehandlung entscheidende Fortschritte erzielt. Die Umsetzung der Resultate der experimentellen Forschung in klinische Studien und anschließend in den täglichen Routinebetrieb hat zu verbessertem Überleben mit hoher individueller Lebensqualität unserer Patienten geführt.

Diese Erfolge haben die Reputation des Klinikums der Universität München in Sachen Transplantation bei Kollegen und Patienten begründet und gefestigt. Darauf basierend konnte eines der größten Transplantationsprogramme Europas aufgebaut werden. Am Klinikum der Universität München wurden bisher ca. 4500 Nieren, 1080 Herzen, 830 Lebern, 500 Pankreata, 430 Lungen und 80 Herz-Lungen transplantiert.

Für diesen Erfolg der Transplantationsmedizin am Klinikum der Universität München war und ist es entscheidend, dass sie in ein auf höchstem Niveau arbeitendem Gesamtklinikum eingebettet ist. Gerade Patienten mit Organversagen im Endstadium, die zunehmend älter werden und häufig auch an vielen Nebenerkrankungen leiden, benötigen ein multidisziplinäres Vorgehen bei Diagnose, Indikationsstellung, Planung und Durchführung der Transplantation sowie natürlich auch der Nachsorge. Neben versierten und trainierten Abdominal-, Herz- und Thoraxchirurgen bedarf es Experten aus den Fachrichtungen Anästhesie, Intensivmedizin, Nephrologie, Kardiologie, Pulmonologie, Hepatologie, Diabetologie, Urologie, Dermatologie und Pädiatrie, versierten Radiologen, Pathologen, Mikrobiologen, Virologen, klinischen Chemikern, Immungenetikern und Psychologen.

Die Zusammenlegung der bisher im Klinikum verteilten Einheiten im Transplantationszentrum bietet die Möglichkeit einer optimierten Patientenversorgung. Während die chirurgisch/klinischen Transplantationsaktivitäten in den einzelnen Kliniken verbleiben, erfolgt die Betreuung sowohl vor als auch nach Transplantation primär im Transplantationszentrum. Hier werden den Patienten in Spezialambulanzen alle im Klinikum vorhandenen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten umfassend zur Verfügung gestellt, um eine möglichst hohe und breite Versorgungsqualität zu erreichen. Darüber hinaus kann die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten, den Dialysezentren, den Fachkliniken und den Einrichtungen der Rehabilitation und Nachsorge gebündelt, sowie die psychologische Betreuung der Patienten koordiniert werden.

Die klinischen Aktivitäten des Transplantationszentrum München der LMU sind allerdings begrenzt – nicht durch medizinische Expertise oder personelle Engpässe, sondern durch die viel zu geringe Zahl an Organspendern. Täglich sterben 2-3 Patienten auf der Warteliste in Deutschland, davon einige auch bei uns. Wir können und dürfen uns nicht mit dieser Situation abfinden. Wir müssen gemeinsam immer wieder dafür kämpfen, dass die Organspendebereitschaft in der Bevölkerung zunimmt.

Mit freundlichen Grüßen,
Prof. Dr. med. Bruno Meiser