Klinik und Poliklinik für Radiologie

Internetauftritt: http://www.radiologie-lmu.de/

 

Prof. Jens Ricke

Direktor

Prof. Dr. J. Ricke

 

Die Klinik und Poliklinik für Radiologie (Direktor:Prof. Dr. J. Ricke) leistet einen gewichtigen Beitrag zur Erkennung, Diagnosesicherung und Behandlung des (metastasierten) Pankreaskarzinoms. Hinsichtlich der Diagnostik verfügt das Institut für Klinische Radiologie über modernste Computertomographen, Kernspintomographen und Angiographieanlagen, die zum Teil weltweit erstmalig im Klinikum Großhadern zum Einsatz kamen.

Neben der Diagnostik des Primärtumors spielen vor allem Untersuchungen des übrigen Körpers mit modernen Schnittbildverfahren (CT, MRT) eine zentrale Rolle, da sich die Therapieplanung in erheblichem Ausmaß an der Ausbreitung (Metastasierung) des Tumors orientiert. Dies wird unter anderem mittels Computertomographie gewährleistet. Die modernen Scanner machen es möglich, Hals, Brust und Bauchraum innerhalb von 30 Sekunden zu untersuchen. Leistungsfähige Rechnersysteme ermöglichen es den Radiologen, Schnittbilder in 3 Raumebenen zu rekonstruieren und Volumenbestimmungen von Leber oder anderer Organe durchzuführen. Die moderne MRT gewährleistet nicht nur sehr kleine Lebermetastasen zu detektieren, sondern auch Ganzkörperbildgebung durchzuführen, die zum Tumorstaging eingesetzt werden kann.

Neben der bildgebenden Diagnostik hält das Institut für Klinische Radiologie auch eine leistungsfähige Interventionelle Radiologie vor. Neben der Diagnosesicherung z.B. mit CT gesteuerter Probeentnahme aus Primärtumor oder Metastasen werden auch zunehmend minimal invasive Therapien angeboten. Zu diesen Therapien zählt neben der Radiofrequenzablation, bei der Lebermetastasen mit hochfrequentem Wechselstrom verkocht werden, auch die Selektive interne Strahlentherapie (SIRT). Diese Therapieform, bei der radioaktives Yttrium90 über einen transarteriellen Zugang (über die Schlagader der Leber) in die Leber eingebracht wird, um gezielt Lebermetastasen zu behandeln, wurde 2002 erstmalig in Europa im Klinikum Großhadern eingesetzt. Seither wurden über 200 Patienten mit gutem Erfolg behandelt.

Aber auch in der palliativen Situation bieten sich minimal invasive Verfahrensweisen an. Hier ist vor allem die Behandlung stärkster Schmerzen im Vordergrund zu sehen. Bei durch den inoperablen Primärtumor bedingten Schmerzen können zum Beispiel durch die CT gesteuerte Blockade von im Bereich der Aorta befindlichen sensiblen Nerven (Plexus Coeliacus Neurolyse) die Schmerzen deutlich gebessert oder sogar beseitigt werden Aber auch bei Metastasen in der Wirbelsäule kann durch die CT gesteuerter Einbringung von Knochenzement (Vertebroplastie) eine schnelle Stabilisierung der Wirbelsäule erreicht werden und es können neurologische Komplikationen (Querschnittslähmung) verhindert werden.

  Verantwortlich für den Inhalt: PD Dr. J. D'Haese