Medizinische Klinik und Poliklinik III

 Internetauftritt: http://med3.klinikum.uni-muenchen.de/      

Prof. Dr. Dr. von Bergwelt

Direktor

Prof. Dr. Dr. von Bergwelt

      

Prof. Dr. V. HeinemannStellvertr. Direktor

Prof. Dr. V. Heinemann

 

 

 

 

Prof. Dr. R. Issels

Leiter der Abteilung für Hyperthermie

Prof. Dr. R. Issels

 

 

 

 

 

Bild: Prof. Dr. S. Böck

Oberarzt Pankreasambulanz

Prof. Dr. S. Böck

 

 

 

 

 

 


Dr. M. Haas

Pankreasambulanz

Dr. M. Haas

 

 

 

 

 

 


Die Medizinische Klinik III ist im Rahmen eines wissenschaftlichen Schwerpunktes an dem Pankreaszentrum München beteiligt. Dabei wird insbesondere großer Wert auf die interdisziplinäre Interaktion mit der Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Transplantations-, Gefäß- und Thoraxchirurgie, der Gastroenterologie und der Strahlentherapie gelegt. Im Vordergrund der klinischen Studien steht das lokal fortgeschrittene bzw. metastasierte Pankreaskarzinom.

Die etablierte Behandlung

Die gegenwärtig etablierten Standardtherapien des metastasierten Pankreaskarzinoms sind eine Kombinationschemotherapie nach dem sog. FOLFIRINOX-Schema (bestehend aus den Medikamenten 5-Fluorouracil, Folinsäure, Irinotecan und Oxaliplatin) oder eine Kombinationstherapien aus Gemcitabin (Gemzar®) und Erlotinib (Tarceva®). Während Gemcitabin als Chemotherapeutikum eingesetzt wird, so handelt es sich bei Erlotinib um eine molekularbiologisch gezielt wirkende Substanz. Erlotinib wirkt über eine Blockade des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) und hemmt auf diese Weise das Tumorwachstum.

Klinische Studien

Das primäre Ziel klinischer Studien besteht in der Entwicklung neuer Therapieoptionen, die entweder effektiver oder/und besser verträglich sind. Es ist die Aufgabe von Phase III Studien, diese innovativen Therapien mit den herkömmlichen Standardtherapien zu vergleichen. Dieser Vergleich erfolgt nach dem Prinzip der Zufallsverteilung, die auch als Randomisation bezeichnet wird. Die Randomisation stellt sicher, dass die Patienten in beiden Behandlungsgruppen auch gleich verteilt sind.

Entscheidungsfreiheit

Die Teilnahme an klinischen Studien wird generell als eine von mehreren Behandlungsmöglichkeiten angeboten. Wichtig ist, dass die Patienten Zugang zu den Studien haben, diese aber jederzeit ablehnen und eine Behandlung nach den etablierten Therapieverfahren verlangen können.

Vorteile klinischer Studien

Der wichtigste Vorteil klinischer Studien besteht unbestritten darin, dass die Patienten die neuesten Therapieverfahren in Anspruch nehmen können. Durch den frühzeitigen Einsatz dieser neuen Substanzen können gerade die Ärzte noch lange vor deren Zulassung Erfahrungen gewinnen, die letztendlich den Patienten zugute kommen. Das Intervall zwischen der klinischen Untersuchung neuer Krebsmedikamente und der Zulassung für den Europäischen Markt beträgt oft mehrere Jahre. Die Verfügbarkeit klinischer Studien stellt damit für den Patienten sicher, dass die Behandlung nach dem derzeit letzten Stand der medizinischen Entwicklung durchgeführt wird.

Spezialisierung der Ärzte im Rahmen klinischer Studien

Die Durchführung klinischer Studien ist für die behandelnden Ärzte oft aufwendig. Der Umgang mit neuen Substanzen sowie auch die engmaschige Dokumentation erfordern ein zunehmendes Maß an Spezialisierung. Diese wiederum kommt den Patienten zu Gute. Sie werden von einem Spezialisten für ihre Erkrankung behandelt und können auf diese Weise sicher sein, eine Behandlung zu bekommen, die dem gegenwärtigen Stand der medizinischen Forschung entspricht.

  Verantwortlich für den Inhalt: PD Dr. J. D'Haese