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Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Bauchspeicheldrüsentumor: Durch nicht kontrolliertes Wachstum von Bauchspeicheldrüsenzellen kommt es zur Bildung eines Tumors. Dieser kann sowohl gutartig als auch bösartig sein. Die bösartigen Tumore zeichnen sich durch ein schnelleres und in die umgebenden Organe und Gewebestrukturen eindringendes Wachstum aus. Diese können schließlich auch Ableger (Metastasen) in anderen Organen wie der Leber, dem Bauchfell oder der Lunge bilden. Zystische Bauchspeicheldrüsentumore stellen eine Sonderform dar, da ein Großteil dieser primär gutartigen Tumore in ein bösartiges Wachstum übergehen kann.

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (akute Pankreatitis):Durch eine plötzliche und schwere Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann es zu einer starken Schädigung oder Zerstörung von Zellen der Bauchspeicheldrüse kommen. Neben seltenen Ursachen sind meist übermäßiger Alkoholkonsum oder Gallensteine, welche den Bauchspeicheldrüsenhauptgang verstopfen, dafür verantwortlich.

Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis): Durch immer wiederkehrende, manchmal kaum merkbare Entzündungen und Schädigungen der Bauchspeicheldrüse kann es zu einer langsamen Zerstörung der Bauchspeicheldrüse kommen. Das Bauchspeicheldrüsengewebe wird abgebaut und durch Narbengewebe ersetzt. Hierdurch wird die Verdauungsfunktion der Bauchspeicheldrüse immer schlechter, und es wird schließlich auch weniger Insulin produziert. Verdauungsstörungen aufgrund von Pankreasenzymmangel und Blutzuckerkrankheit aufgrund von Insulinmangel sind die Folge. Die häufigste Ursache für eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung  sind übermäßiger Alkoholkonsum, angeborene Defekte (sogenannte Gen-Mutationen), chronische Gallensteinleiden und andere seltene Ursachen wie z.B. die Autoimmunpankreatitis.