Therapie

Die Therapie einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung richtet sich in erster Linie nach den Beschwerden der Betroffenen und der zugrundeliegenden Ursache. Oft ist der erste Schritt in der Behandlung einer chronischen Pankreatitis auf Alkohol zu verzichten. Raucher sollten zudem ihren Nikotinkonsum reduzieren oder möglichst ganz einstellen. Zudem wird man ver­suchen, durch Einnahme von Pankreasenzymprä­paraten eine ausreichende Verdauung der Nah­rung wiederherzustellen um damit die Symptome wie Blähungen und Durchfall zu lindern. Außerdem kann es nötig sein, fettlösliche Vitamine wie A, D, E und K zuzuführen. Sollte die Bauchspeicheldrüse darüber hinaus nicht mehr genügend Insulin produzieren können, kommt es zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Dann helfen – je nach Ausprägung – zunächst eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung. Normalisiert sich damit der Blutzuckerspiegel nicht, müssen die Betroffenen Insulin spritzen. 

Führen diese medikamentösen Maßnahmen nicht zur Schmerzlinderung, erhalten die Betroffenen unterschiedliche starke Schmerzmittel. In der Frühphase der chronischen Pankreatitis kommen endoskopische Verfahren für die Schmerzbehandlung zur Anwendung, sollten aber in enger Kooperation mit einem erfahrenen Chirurgen abgestimmt werden. Am Klinikum Großhadern arbeiten wir engmaschig mit unseren Kollegen der Gastroenterologie zusammen. Eine langjährige endoskopische Behandlung sollte jedoch vermieden werden. Operative Verfahren bieten oftmals eine rasche und dauerhafte Therapie der Beschwerden. In unserer Klinik stehen verschiedene Operationen zur Verfügung, die wir individuell auf jeden Patienten abstimmen.

  Verantwortlich für den Inhalt: PD Dr. J. D'Haese