Kombinationstherapie

Auch bei Chirurgie mit kurativer Intention können Krebszellen im Körper verbleiben, wenn einzelne Krebszellen schon in das umgebende Gewebe oder andere Organe eingewandert bzw. metastasiert sind. Diese einzelnen Krebszellen sind zum Zeitpunkt der Operation nicht nachweisbar. In diesem Fall wird häufig eine zusätzliche Therapie, wie z. B. eine Chemotherapie empfohlen, um noch möglicherweise vorhandene Krebszellen abzutöten. Diese Form der Therapie wird „adjuvante“ Therapie genannt.

Um einen lokal fortgeschrittenen Tumor in einen besseren, operablen Zustand zu überführen, kommt in manchen Fällen auch eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie oder eine Kombinations-Chemotherapie zum Einsatz, welche einige Wochen vor der geplanten Operation erfolgt. Diese Form der Therapie wird „neoadjuvante“ Therapie genannt.

In bestimmten Fällen, in denen der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte, wird eine Behandlung wie eine Chemotherapie oder Strahlentherapie empfohlen, um das Tumorwachstum zu kontrollieren, bzw. um die Symptome, die durch den verbliebenen Tumor entstehen, zu reduzieren. Diese Form der Therapie bei metastasierten (disseminierten) Tumoren wird „palliative“ Therapie genannt. Sie kommt auch zum Einsatz, wenn eine Operation nicht möglich ist.

Abbildung: Entscheidungsbaum in der Therapie von Pankreaskarzinomen

Entscheidungsbaum in der Therapie von Pankreaskarzinomen

 

  Verantwortlich für den Inhalt: PD Dr. J. D'Haese