Extrakorporale Stoßwellentherapie

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine heute im Bereich des Stütz-und Bewegungsapparates häufig angewandte Methode zur Behandlung von Erkrankungen wie Tendinosis calcarea, Epicondylitis humeri radialis und der plantaren Fasziitis. Bei den extrakorporalen Stoßwellen handelt es sich um akustische Druckpulse mit einem spezifischen zeitlichen und räumlichen Verlauf, die sich in Medien wie Gas, Flüssigkeit oder Festkörpern wellenförmig ausbreiten.

 

Stoßwelle

 

In ihrer gegenwärtigen biomedizinischen Anwendung haben extrakorporale Stoßwellen eine zeitliche Dauer von nur wenigen Nanosekunden, wobei Spitzendrücke von bis zu über 100 Megapascal gemessen werden. Die Wirkung von extrakorporalen Stoßwellen erfolgt vornehmlich an Grenzflächen zwischen zwei Materialien unterschiedlicher akustischer Impedanz. Dies führt zur Freisetzung kinetischer Energie an den von Stoßwellen passierten Grenzflächen. Im Labor für Biomechanik und Experimentelle Orthopädie werden in diesem Bereich Studien zu Effekten und auch zu Nebenwirkungen der ESWT durchgeführt.

 
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