Rückenschmerzen

Unter dem Sammelbegriff „Rückenschmerz“ verbergen sich mehrere unterscheidbare Schmerztypen.

 

Auch wenn diese - je nach dem/den zugrunde liegende(n) Probleme(n) - durchaus in Kombination auftreten können, so ist eine Differenzierung des individuellen Schmerzbildes sinnvoll und notwendig.

 

Man unterscheidet:

  • Axiale Rückenschmerzen:
    Dies sind mittige, longitudinale, meist tiefsitzende Rückenschmerzen mit allenfalls lokaler Ausstrahlung.
  • Sie sind typischerweise nicht von Gefühlsstörungen oder Lähmungen begleitet und werden mitunter durch bestimmte Tätigkeiten oder Körperhaltungen verstärkt oder provoziert.

    Verstärkt sich der Schmerz klar beim Sitzen, so ist dies typisch für einen sogenannten „discogenen Schmerz“ , der von der Bandscheibe ausgeht.

  • Radikuläre Schmerzen:
    Radikuläre Schmerzen folgen in Ihrer Ausstrahlung dem Verteilungsgebiet eines Rückenmarknerven (dem sog. Dermatom) häufig bis in den Fuß, im Halsbereich den Arm entlang bis in die Hand.

    Im Lendenbereich steht also ein Beinschmerz, im Halsbereich ein Armschmerz im Vordergrund.

    Dieser entsteht in aller Regel durch die Kompression der betreffenden Nervenwurzel durch eine Bandscheibenvorwölbung oder einen Bandscheibenvorfall, es können jedoch auch andere Engstellen oder sogar entzündliche Prozesse (Radikulitis) vorliegen.

    Radikuläre Schmerzen sind relativ häufig mit Gefühlsstörungen im selben Gebiet und mit Lähmungen (sog. Paresen) und Reflexausfällen vergesellschaftet.

  • Pseudoradikuläre Schmerzen:
    Diese Art der Schmerzen bereitet diagnostisch oft besondere Schwierigkeiten: Sie scheinen auf den ersten Blick radikulär zu sein, folgen aber bei genauer Untersuchung keinem typischen Dermatom und haben nie begleitende Paresen.

    Begleitende Missempfindungen und Gefühlsstörungen können auftreten, sind aber ebenfalls nicht dermatomtypisch.

    Solche Schmerzen können von den Facettengelenken der Wirbelsäule (z.B. bei Spondylarthrose), von den Sacroiliacalgelenken (Kreuz-Darmbein-Gelenk), aber auch von anderen Stellen im Bereich der Wirbelsäule ausgehen.

 

Es ist mitunter recht schwierig für Patienten, ihre Beschwerden klar zu schildern.

 

Aufgrund der gemachten Angaben, bzw. der Antworten auf gezieltes Nachfragen kann der Arzt jedoch eine Verdachtsdiagnose stellen und gegebenenfalls die körperliche und bildgebende Untersuchung gezielt erweitern.

 
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