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Sehnenscheidenentzündungen (Tendovaginitis):

Sehnenscheidenentzündungen sind in der Regel überlastungsbedingt. Die Sehnenscheiden dienen als Gleithülle für die Sehnen der Hand. Sie liegen am Handrücken, der Hohlhand und am Unterarm. Es kommt zum Anschwellen der Sehnenscheiden und damit zur schmerzhaften Behinderung des Sehnengleitens, die bis zu einem starken Ruheschmerz führen kann. Dieser wird in der Regel bei Anspannen der betroffenen Sehnen und Muskeln verstärkt.

Eine häufige Sonderform ist die sog. Tendovaginitis de Quervain, die Sehnenscheidenentzündung der Daumenstreck- und Abspreizsehnen in ihrem engen Sehnenfach. Dies führt zu einem ausgeprägten Schmerz über dem daumenseitigen Handgelenk.

 

Therapie:

Bei der akuten Form ist eine Ruhigstellung die wichtigste Therapiemaßnahme. Dies erfolgt in der Regel mit einer Schiene für ca. 2 Wochen. Zusätzlich können entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden oder als Salbe aufgetragen werden. In ausgeprägten Fällen kann eine Kortisonspritze die Entzündung sehr schnell zum Erliegen bringen, dabei muss jedoch sorgfältig die Sehne geschont werden. Häufigere Kortisonspritzen an den Sehnen sollten nicht erfolgen. Bei chronischen Fällen oder rheumatischer Ursache kann eine operative Entfernung des entzündeten Sehnenscheidengewebes als ambulanter eingriff erfolgen. Bei der Sehnenscheidenentzündung am Daumen wird eine spezielle Daumenmittelhandschiene mit freier Handgelenksbeweglichkeit angelegt, ebenfalls erfolgreich Kortison eingespritzt oder bei Fortbestehen/Wiederauftreten das 1. Strecksehnenfach operativ gespalten.

 

 
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