Knochentransplantation
Knöcherne Defekte nach Tumorresektionen lassen sich in eingien Fällen durch die Knochentransplantaten überbrücken. Auch in einigen Gelenkbereichen, wie dem handegelenk oder kindlichen Schulter können solche Knochentransplante eine dauerhafte biologische Lösung sein.In weitaus den meisten Fällen wird hierzu ein Teil des Wadenbeines verwandt, welches bis auf den gelenknahen Anteilen in aller Regel problemlos entnommen werden kann.
Das Fibula- („Wadenbein“) Transplantat kann dann entweder ohne Gefäßanschluß frei transplantiert werden oder nach aufwendigerer mikrovaskularer Präparation unter Anschluß an die versorgenden Blutgefäße im Transplantatbett. Auch das Einschwenken von gefäßgestielten Wadenbeinanteilen in die gleichseitige Tibia ist bei Schienbeindefekten möglich.
Alternativ können Knochen und Knochen-/Weichteiltransplantate ähnlich wie andere Organe aus einer Knochenbank entnommen und transplantiert werden. Hier besteht nicht die Notwendigkeit eines immunologisch genau passenden Spenders, diese Transplante selbst werden jedoch zum Teil vom Körper wieder abgebaut und müssen deshalb durch eingebrachte Materialien wie Knochennägel oder Platten langfristig unterstützt werden. Auch die Kombination von gefäßgestielten eigenen Knochen mit Fremdknochen ist möglich.
Nicht zuletzt bietet sich in manchen Fällen die Gelegenheit den tumortragenden Knochenabschnitt selbst nach ausgiebiger Strahlensterilisation wieder zu replantieren. Da die Größenverhältnisse hier ja ideal sind, ist die sichere Passform gewährleistet.