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Bösartige Knochentumoren

Knochen- und Weichteiltumore sind eher seltene Erkrankungen des Bewegungsapparates. Insbesondere die bösartigen Formen stellen einen vergleichsweise geringen Anteil an allen Krebserkrankungen. Findet sich eine scheinbar bösartige Läsion des Skelettsystems handelt es sich in weitaus den meisten Fällen um eine Tochterabsiedlung (Metastase) eines anderen, nicht im Knochen liegenden, Tumors. Die Behandlung aller bösartigen Erkrankungen des Bewegungsapparates setzt die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Orthopäden, Radiologen, Pathologen, Onkologen und Strahlentherapeuten zwingend voraus.

Durch intensive institutionalisierte gemeinsame Besprechungen der komplexen Fällen mindestens einmal pro Woche in einer gemeinsamen Tumorkonferenz aller beteiligten Kliniken und Institute wird so nicht nur die im Einzelfall optimale Therapieentscheidung, sondern auch die rasche logistische Bereitstellung von Behandlungsplätzen ermöglicht.

 

Die klassischen bösartigen Tumoren des Knochens, wie das Osteo- oder Ewing-Sarkom bedingen zusätzlich intensive Chemotherapien vor und nach dem operativen Eingriff, so dass auch hier eine Behandlung am Zentrum dringend erforderlich ist.

 

Tumore des Bewegungsapparates stellen insgesamt eines der schwierigsten Erkrankungsbilder sowohl in diagnostischer als auch in therapeutischer Hinsicht dar. Durch moderne diagnostische Verfahren, wie die hochauflösende Magnetresonanztomographie, neuere Implantate, wie die mehrachsigen modularen Tumorprothesen und Weiterentwicklungen der operativen Technik insbesondere im Bereich der gefäßgestielten Knochentransplantation lässt sich in der Regel nicht nur eine weite Entfernung des Tumors erreichen sondern, anders als in früheren Jahren, der Erhalt und die Funktionsfähigkeit der Extremität sichern.

 

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