Die Ruptur der Rotatorenmanschette

Die wichtigsten Probleme und deren Therapien

 

Die Ruptur der Rotatorenmanschette

Unter einer Ruptur der Rotatorenmanschette versteht man eine Rißbildung im Sehnenmantel der Schulterrotatorenmuskulatur. Die Rotatorenmanschettenruptur oder besser die „Rotatorenmanschettenerkrankung“ ist eine der häufigsten orthopädischen Krankheitsbilder. Ihre operative Therapie ist weit verbreitet.

Bei der Häufigkeit der RM-Ruptur ist eine eindeutige Altersabhängigkeit festzustellen. Sie beginnt meist bei Patienten über 40 Jahre und steigt bis zu einer Häufigkeit von über 80% der über 80-jährigen.

Als Ursache liegt meist eine vorgeschädigte Sehne zugrunde, die schleichend entsteht oder durch ein Bagatelltrauma ausgelöst wird. In der Hälfte aller Fälle entsteht dann die Ruptur schleichend ohne eine Unfallursache. Die Patienten klagen meist über Schulterschmerzen und einen Funktionsverlust der Schulter. Viele der Patienten mit schleichenden Rupturen haben gelernt, durch Trick und Ausgleichbewegungen den Funktionsverlust der betroffenen Schulter in Grenzen zu halten.

Die Diagnosestellung ist mit Erhebung der Krankengeschichte, der klinischen Untersuchung und den bildgebenden Verfahren ( Sonographie und Magnetresonanztomographie) eindeutig zu stellen. Eine frühzeitige Diagnosestellung und operative Rekonstruktion der Rotatorenmanschette ist für die spätere Prognose äußerst entscheidend.

Neben der operativ offenen und konventionellen Rotatorenmanschettenrekonstruktion wird in bestimmten Fällen auch die mini-open und arthroskopische Rekonstruktion angeboten. Die operative Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur umfaßt neben den Verschluß des Rotatorendefekts meist die Beseitigung einer bestehenden Schulterdachenge. Hierbei werden knöcherne Anbauten unter dem Schulterdach, die zu einer schmerzhaften Einklemmung der Rotatorenmanschette führen abgetragen.

 

Dauer des stationären Aufenthalts und krankengymnastische Nachbehandlung

Je nach Schwere der RM-Ruptur beträgt der stationäre Aufenthalt zwischen 5 und 8 Tage. Ein Schulter-Armverband muss in der Regel für 4-6 Wochen getragen werden. Bereits am 1.postoperativen Tag wird mit krankengymnastischen Bewegungsübungen begonnen. Zur nachstationären krankengymnastischen Behandlung wird jedem Patienten ein ausfühliches speziell auf ihn bezogenes Nachbehandlungsschema mitgegeben. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen in unserer Schulter-Spezialsprechstunde garantieren im weiteren Verlauf einen bestmöglichsten Therapieerfolg.