Die Kalkschulter (Tendinitis calcarea)

Die wichtigsten Probleme und deren Therapien

   

Schulterinstabilität

Unter einer Schulterinstabilität versteht man eine Luxation bzw. eine Teilluxation des Schultergelenks. Es kann sich hierbei um eine Erstluxation oder rezidivierende Luxation handeln. Ursache hierfür kann eine Instabilität ohne Unfallereignis (atraumatische Instabilität) oder eine Instabilität nach einmaligem oder wiederholtem Trauma (traumatische Instabilität) sein.

Die genaue Ursache der atraumatischen Schulterinstabilität ist trotz vieler Bemühungen und zahlreicher Forschungsansätze bis heute ungeklärt. Eine angeborene Fehlbildung des Oberarmkopfes, dysplastische Pfannenverhältnisse mit einem vermehrten Pfannenöffnungswinkels nach vorn oder Anomalien im Kapselbandapparat können zur atraumatischen Luxation führen. Oft kommt es bereits im Jugendalter zu wiederholten Luxationen ohne Trauma und spontaner Reposition.

Bei den traumatischen Instabilitäten handelt es sich meist um eine indirekte Krafteinwirkung durch eine Extrembewegung des Schultergelenkes. Der Sturz auf den Arm ist die häufigste Ursache. Eine Schädigung des Kapsel-Bandapparates, ja sogar eine knöcherne Läsion des Schultergelenks können die Folge sein.

Ein konservativer Therapieversuch mit gezielter Kräftigung der Schultergürtelmuskulatur ist bei atraumatischen Luxationen und Subluxationen sowie bei älteren Patienten mit seltenenLuxationen ohne wesentliche Funktionsbehinderung indiziert.

Für traumatische Instabilitäten mit rezidivierenden Luxationen sowie atraumatischen Instabilitäten mit erfolglosem konservativem Therapieversuch ist die operative Versorgung Therapie der Wahl. Zahlreiche arthroskopische und offene Operationsmethoden stehen hier je nach Indikation zur Verfügung.

 

Dauer des stationären Aufenthalts und krankengymnastische Nachbehandlung

Der stationäre Aufenthalt ist etwa 5-8 Tage. Ein Schulter-Armverband zur temporären Ruhigstellung muß je nach Alter 2-4 Wochen getragen werden. Bereits am 1.postoperativen Tag wird mit krankengymnastischen Bewegungsübungen von Ellenbogen, Hand und Finger begonnen.

Zur nachstationären krankengymnastischen Behandlung wird jedem Patienten ein ausfühliches speziell auf ihn bezogenes Nachbehandlungsschema mitgegeben. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen in unserer Schulter-Spezialsprechstunde garantieren im weiteren Verlauf einen bestmöglichsten Therapieerfolg. Behandlungsziel ist eine erneute freie Beweglichkeit nach 12 Wochen.