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Aktuelle Studien im Bereich Wirbelsäule

1. Intraoperative Neurophysiologie und Dorsal Column Mapping bei der Resektion intramedullärer Tumoren

Der operative Zugang zu Tumoren im Rückenmark erfolgt unter Intraoperativem Neurophysiologischem Monitoring zur permanenten Überwachung der Funktion der motorischen und sensiblen Leitungsbahnen des Rückenmarks. Um den operativen Zugang zu dem innerhalb des Rückenmarks gelegenen Tumor zu ermöglichen, erfolgt die chirurgische Eröffnung des Rückenmarks in der Regel anhand visueller, anatomischer Landmarken. Durch intramedulläre Raumforderungen kann es zu einer Verlagerung oder Verzerrung anatomischer Strukturen kommen, die eine visuelle Identifikation der Mittellinie zur Festlegung der Myelotomie deutlich erschweren, wodurch sich das Risiko einer Schädigung von Rückenmarksbahnen erhöht. Ziel der Studie ist die klinische und bildmorphologische Verlaufsdokumentation von Patienten, bei denen zur Detektion der anatomischen Mittellinie des Rückenmarks Oberflächenelektroden (Plattenelektrode und Gabelelektrode) zum Einsatz kamen. 


2. Molekulare Marker bei spinalen Astrozytomen

Es handelt sich um eine retrospektive Analyse der molekularen Eigenschaften von im Rückenmark gelegenen Tumoren. Ziele ist die Bestimmung von Häufigkeit und prognostischer  Qualität bestimmter molekularer Tumormarker mit dem Ziel einer fokussierten und individualisierten Therapie oder Nachbehandlung nach erfolgter Operation.


3. Sind Infektionen im Bereich der Mundhöhle eine unterschätzte Quelle eitriger Infektionen im Bereich der Wirbelsäule?

Im Rahmen der Studie erfolgt eine Analyse von Risikofaktoren, Infektionserregern, Behadlungsarten und klinischen Ergebnissen von Patienten mit eitriger Infektion im Bereich der Wirbelsäule. Alle Patienten erhalten eine umfangreiche HNO-ärztliche und zahnmedizinische Abklärung, um potentiell auslösende Infektionen und Erkrankungen im Bereich der Mundhöhle zu erfassen und mit dem spinalen Behandlungsverlauf zu korrelieren.


4. Schmerzlose motorische Radikulopathie der Halswirbelsäule – Klinische und radiologische Aspekte sowie Langzeitverlauf nach operativer Dekompression

Typisch für die zervikale Radikulopathie bei foraminaler Stenosierung sind austrahlende Schmerzen mit Gefühlsstörungen und/oder Paresen. Eine schmerzlose Radikulopathie mit dominierender Parese und Atrophie ist hingegen selten, wird oft nicht erkannt oder z.B. als Motoneuronerkrankung fehldiagnostiziert. Ziel der Studie ist eine umfassende Charakterisierung betroffener Patienten inklusive des postoperativen Langzeitverlaufs.


5. Spinale Arachnoidalzysten – Operative Therapie und klinisches Outcome im Langzeitverlauf

Es handelt es sich um eine retrospektive Studie, Ziel ist die klinische und radiologische Langzeit-Evaluation der in den letzten 20 Jahren in der Neurochirurgischen Klinik an spinalen intraduralen Arachnoidalzysten operierten Patienten.


6. Zervikaler Wirbelkörperersatz mit einem expandierbaren Titancage: Eine klinische und radiologische Evaluation

Zur Rekonstruktion der zervikalen Wirbelsäule nach Entfernung eines oder mehrerer  Wirbelkörper werden verschiedene Therapieverfahren eingesetzt. Seit einiger Zeit stehen expandierbare Cages als Therapieooption zur Verfügung. In einer retrospektiven Untersuchung wird das klinische und radiologische Outcome nach zervikalem Wirbelkörperersatz bei Patienten mit degenerativer, traumatischer, neoplastischer oder entzündlicher Wirbelsäulenerkrankung evaluiert. 

  Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. S. Zausinger

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