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Neuroonkologie Mikrochirurgie

Die mikrochirurgische Neuroonkologie stellt einen wesentlichen klinischen Schwerpunkt in unserer Klinik dar. Neben mikrochirurgischen Eingriffen bei allen hirn- bzw. rückenmarkseigenen Tumoren (Gliome) behandeln wir auch Hirn- und Rückenmarksmetastasen in allen Lokalisationen des Nervensystems sowie Tumore der Nervenscheiden (Neurinome/Schwannome) und Tumore der Hirn- und Rückenmarkshäute. Vor jedem mikrochirurgischen Eingriff werden die Patienten individuell beraten und sämtliche operativen (mikrochirurgisch oder stereotaktisch), aber auch nicht-operativen Behandlungsalternativen (bspw. Strahlentherapie inkl. Radiochirurgie, Chemotherapie) besprochen. In Zusammenschau aller individueller Begebenheiten wird dann ein personalisiertes Behandlungskonzept erstellt.

Für die Durchführung der mikrochirurgischen Eingriffe stehen alle modernen Hilfsmittel zur Verfügung, die einerseits helfen das Risiko des Eingriffs auf das kleinstmögliche Ausmaß zu reduzieren und andererseits das Therapieergebnis zu verbessern. Standardmäßig wird beispielsweise bei hirneigenen Tumoren das in unserer Klinik entwickelte 5-ALA-Fluoreszenz-Verfahren angewendet, das nachweislich zur Verbesserung des Operationsergebnisses führt. Zudem stehen alle Verfahren der Neuronavigation inklusive der intraoperativen CT-Diagnostik zur Verfügung. Hierdurch können sämtliche Bildgebungsverfahren (verschiedene Kernspintomographische Bildmodalitäten, Computertomographie und FET-Positronenemissions-tomographie) fusioniert und eingesetzt werden. Darüberhinaus finden die intraoperative Ultraschall-Untersuchung sowie das in das Operationsmikroskop integrierte elektrophysiologische Monitoring standardmäßig Anwendung.

In Zusammenarbeit mit den Kollegen der benachbarten Fachdisziplinen kann das individuelle Behandlungskonzept optimal koordiniert werden. Nach Erstellung des neuropathologischen Gewebebefundes inklusive aller molekularbiologischen Marker (MGMT-Methylierungsstatus, Allelverlust auf Chromosom 1p und 19q, Mutation des IDH-Gens sowie des p53 Supressorgens) werden alle Befunde in unserem intersdisziplinären Neuroonkologischen Tumorboard besprochen und ggf. weiterführende Therapiemaßnahmen eingeleitet. Hierzu gehören neben unterschiedlichen strahlentherapeutischen Verfahren auch Chemotherapien oder auch rein bildgebende Kontrollverfahren.

Unser Leistungsspektrum

  • 5-ALA fluoreszenz-gestützte, mikrochirurgische Tumorresektion bei hirneigenen Tumoren in aller Arten und Lokalisationen auch im Rahmen primär kombinierter Therapieansätze mit anschließender stereotaktischer Brachytherapie

  • Modernste Verfahren der intraoperativen Neuronavigation anhand verschiedenster Bildgebungsmodalitäten
    Behandlung von Tumore der Nervenscheiden auch im Rahmen primär kombinierter Therapieansätze mit anschließender Radiochirurgie

  • Einleitung und Betreuung personalisierter neuroonkologischer Behandlungskonzepte in unserer Neuroonkoloigscche Spechstunde

  • Beratung zur Teilnahme und den gegebenenfalls Einschluß von Patienten in internationale klinische Studien.

  Verantwortlich für den Inhalt: O. Schnell

Neuroonkologisches Sekretariat

Kontakt: Frau A. Dötsch

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 neuroonkologie@med.uni-muenchen.de



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