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Historischer Rückblick - Pettenkoferstr. 8a

Die Poliklinik der Universität München wurde 1820 von Franz Reisinger gegründet. Der jetzige Bau mit Anklängen an den Münchner Jugendstil geht auf das Jahr 1910 zurück. Die Klinik war ursprünglich als Ambulanzklinik für die Stadtbewohner (Polis = die Stadt; Klinik für die Stadt (-bevölkerung)) konzipiert. Die heutigen Spezialambulanzen haben lange Tradition und hohe wissenschaftliche wie auch klinische Reputation. Gemeinsam ist den verschiedenen Bereichen, dass sie mit der Versorgung, Erforschung und Lehre von chronischen Erkrankungen beschäftigt sind, die sich über Jahrzehnte hinziehen. An Beispielen wie Rheuma, Diabetes, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck, Nierenfunktionsstörung, Arterienverkalkung und chronischen Infektionen (HIV, chronische Hepatitis) wird gleichzeitig klar, dass die Schwerpunkte auf häufig anzutreffende Erkrankungen fallen, die auch in der Allgemeinmedizin betreut werden. Dies spannt mühelos den Bogen zurück zur ursprünglichen Intention des Gründers Reisinger, mit der Poliklinik eine Institution der guten medizinischen Versorgung und auch der Ausbildung des Ärzte - Nachwuchses zu schaffen. Vorbild dafür waren eine Reihe von anderen Polikliniken gewesen, die aus diesem Gedanken heraus im Europa des 18. und 19. Jahrhunderts entstanden waren.