Krankheitsbilder


Neben der regulären Sprechstunde bieten wir diese Spezialsprechstunden an.

Früharthritis-Sprechstunde

Die Erstmanifestation einer Polyarthritis ist als medizinischer Notfall anzusehen, da sich die Prognose verschlechtert, je später eine Therapie beginnt. Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung ist die frühzeitige Sicherung der Diagnose und der prompte Beginn einer state-of-the-art Therapie. Um dies bestmöglich zu gewährleisten, hat die Rheumaeinheit des Klinikums der Universität München eine spezielle Sprechstunde etabliert.
Patienten, welche die Kriterien für eine frühe Polyarthritis (s.u.) erfüllen, können nach entsprechender Evaluation durch ihren Hausarzt bzw. Facharzt in unserer Früharthritis-Sprechstunde angemeldet werden und erhalten sehr kurzfristig einen Termin.

Kriterien einer Früharthritis als Voraussetzung einer Anmeldung:

3 oder mehr geschwollene oder schmerzhafte Gelenke

und

erhöhtes CRP und/oder erhöhte BSG

Wir bitten Sie, wenn medizinisch nicht dringend indiziert, keine Glukokortikoide (p.o., i.m. oder intraartikulär) bis zur Vorstellung bei uns zu verabreichen, um eine aussagekräftige Diagnostik und optimale Therapieeinleitung zu gewährleisten.

Dringender Hinweis

Bitte beachten Sie, dass Termine für diese Sprechstunde ausschließlich durch den behandelnden Hausarzt oder Facharzt vereinbart werden können.

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Sprechstunde für Psoriasis-Arthritis


Für Patienten mit Psoriasis-Arthritis haben wir eine eigene Sprechstunde eingerichtet. Im Rahmen der interdisziplinären Betreuung der Patienten mit Psoriasis-Arthritis kooperieren wir mit der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU München sowie der Dermatologischen Klinik am Biederstein der Technischen Universität München. In dieser Sprechstunde werden auch Patienten mit anderen seronegativen Spondylarthritiden betreut (ankylosierende Spondylitis, reaktive Arthritis, enteropathische Arthritis). Unser besonderer Schwerpunkt liegt in der Frühdiagnostik der Psoriasis-Arthritis mittels moderner bildgebender Verfahren wie der hochauflösenden Arthrosonographie und der MRT sowie der differenzierten Therapie der verschiedenen Manifestationsformen der PsA (intraartikuläre Steroidinjektion, DMARD- und Biologika-Therapie). In Kooperation mit unserer Studienambulanz können wir zudem eine Teilnahme an ausgewählten klinischen Studien zur Psoriasis-Arthritis anbieten.

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Sprechstunde für Kollagenosen (einschließlich systemischer Lupus erythematodes) und Vaskulitiden

Im Rahmen dieser Sprechstunde werden Patienten mit Kollagenosen wie dem systemischen Lupus erythematodes, dem Sjögren-Syndrom, der systemischen Sklerose (Sklerodermie), Myositiden (Polymyositis, Dermatomyositis) und Vaskulitiden u.a. GPA (M. Wegener) betreut. Die Behandlung von Patienten mit Nierenbeteiligung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Nephrologie (Prof. Dr. M. Fischereder).
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Interdisziplinäre Sprechstunde

In unseren interdisziplinären Sprechstunden betreuen wir Patienten zusammen mit Kollegen anderer Fachdisziplinen des Klinikums und erörtern gemeinsam komplexe Fragestellungen.

  • interdisziplinäre Sprechstunde Orthopädie (Termine 14-tägig)
  • interdisziplinäre Sprechstunde Augenheilkunde (Termine monatlich)
  • interdisziplinäre Sprechstunde Dermatologie
  • Übergangssprechstunde Kinder- und Jugendmedizin
  • rheumatologisch-radiologische Konferenz (wöchentlich)

Terminvereinbarung durch die Kollegen der Rheumaeinheit oder der beteiligten Disziplinen.

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Interdisziplinäre Sprechstunde für autoinflammatorische Erkrankungen („ISaR“)

Seit 2011 gibt es an der Rheumaeinheit der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV die Sprechstunde für inflammatorische Syndrome („ISaR“). Ziel dieser Ambulanz ist eine Verbesserung der medizinischen Versorgung von erwachsenen Patienten mit bekannten angeborenen inflammatorischen Syndromen (z.B. familiäres Mittelmeerfieber, CINCA, TRAPS). Darüber hinaus sind aber vor allem Patienten mit erworbenen entzündlichen Erkrankungen wie die sehr häufige Gichterkrankung eine erklärte Zielgruppe, da es sich hier immer noch um eine sehr unterversorgte Patientengruppe handelt und sich in den letzten Jahren viele therapeutische Neuerungen ergeben haben. Die Sprechstunde gewährleistet durch enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Pädiatrie, der Nephrologie und der Dermatologie eine Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau. Es wird das gesamte Spektrum anti-entzündlicher Therapien von etablierten Medikamenten bis zu den neuen Biologika angeboten. Um die medizinische Versorgung dieser Patienten weiter zu verbessern, werden auch epidemiologische und klinische Studien mit in Entwicklung befindlichen Medikamenten durchgeführt.

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Immundefekt-Ambulanz für Erwachsene („AIDA“)

Im Juli 2011 wurde für erwachsene Patienten mit einer ungewöhnlichen Infektanfälligkeit und erwachsene Patienten mit einem bekannten angeborenen Immundefekt eine neue Spezialambulanz eingerichtet. Die Schwerpunkte dieser Ambulanz liegen einerseits in der Diagnostik zum Ausschluss eines Immundefektes bei häufigen, wiederkehrenden Infekten und der Notwendigkeit mehrfacher antibiotischer Therapien, Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten in der Vorgeschichte und andererseits in der Betreuung von erwachsenen Patienten mit einem bereits diagnostizierten Immundefekt. Es besteht eine enge Kooperation mit der Immundefekt-Ambulanz (IDA) der Kinderklinik des Dr. von Haunerschen Kinderspitals. Zudem erfolgt in der Betreuung von Patienten mit diesen komplexen Krankheitsbildern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Kollegen der Infektiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Hämatologie sowie der Poliklinik der HNO. Im Rahmen der Spezialsprechstunde kann in unserer Tagesklinik eine intravenöse Immunglobulin-Substitutionstherapie erfolgen sowie die Einleitung und Schulung einer subkutanen Immunglobulin-Therapie.

Dringender Hinweis

Bitte beachten Sie, dass wir bis auf weiteres keine Termine für Neuaufnahmen in der AIDA-Sprechstunde vergeben können.

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Studienambulanz

Die Entwicklung neuer Therapien und die Überprüfung der Wirksamkeit neuer Medikamente setzt die Durchführung von kontrollierten klinischen Studien voraus. Die Studienambulanz der Rheumaeinheit nimmt seit vielen Jahren an internationalen, multizentrischen Studien der Phasen II bis IV teil und hat dazu beigetragen, dass die heute zur Verfügung stehenden modernen Medikamente (Biologika, Kinase-Hemmer) zugelassen werden konnten. Der Schwerpunkt der Studien, die in der Rheumaeinheit durchgeführt werden, liegt auf der rheumatoiden Arthritis, der Psoriasis-Arthritis, der ankylosierenden Spondylitis sowie dem systemischen Lupus erythematodes. Jede klinische Studie definiert, welche Patienten für die Teilnahme in Frage kommen. Dieses setzt ein eingehendes Aufklärungsgespräch und eine umfangreiche Untersuchung vor Studienbeginn in unserer Studienambulanz voraus. Durch die Teilnahme an klinischen Studien können wir einer Vielzahl von Patienten neue hoch wirksame und innovative Therapieverfahren anbieten. Ein weiterer Vorteil für die Patienten ist, dass durch die Teilnahme an einer klinischen Studie eine besonders intensive und regelmäßige medizinische Betreuung durch die Mitarbeiter der Studienambulanz gewährleistet wird.