Stammzelltransplantationsambulanz

Die Stammzelltransplantationsambulanz dient der ambulanten Diagnostik, Therapie, Vorbe­reitung und Nachsorge der Patienten, die in unserem Haus eine myeloablative Chemotherapie oder Radio/Chemotherapie mit anschließender Transplantation autologer (eigener) Blutstammzellen, erhalten. Diese Patienten leiden überwiegend an einem Multiplen Myelom (Plasmozytom) oder Hodgkin-Lymphom bzw. Non-Hodgkin-Lymphom. Die Transplantation stellt für diese Patienten die derzeit vielversprechendste Therapieoption dar. Die Durchführung wurde in den letzten Jahren wesentlich verbessert, so dass weniger Nebenwirkungen zu erwarten sind und auch ältere Patienten so behandelt werden können. Nach einer Chemotherapie werden mit einem Wachstumsfaktor stimulierte Blutstammzellen aus dem peripheren Blut entnommen. Diese sog. Stammzellseparation findet in der Tagesklinik statt. Die höher dosierte Chemotherapie mit Stammzelltransplantation wird dann auf unserer hämatologisch-onkologischen Schwerpunktstation durchgeführt. Nach der Entlassung findet die weitere Betreuung in der Transplantationsambulanz statt.

 Die Schwerpunkte der Transplantationsambulanz sind

  • Staginguntersuchungen bei Patienten vor Stammzellapherese und Transplantation
  • Untersuchungen zur Vermeidung von organspezifischen Nebenwirkungen
  • Ambulante Infusionstherapie
  • Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen
  • Angebot einer psychotherapeutischen Unterstützung
  • Enge Verzahnung von Station, Tagesklinik und Transplantationsambulanz

 

In der Transplantationsambulanz werden unsere Patienten umfassend über die Hochdosistherapie und autologe Stammzelltransplantation informiert. Von hier aus werden die vorbereiten­den Untersuchungen durchgeführt. Nach Transplantation erfolgt die Nachsorge der Patienten in der Ambulanz.

In der Tagesklinik stehen zwei Leukaphereseplätze für die Gewinnung der Blutstammzellen zur Verfügung. Während der Sammlung wird der Patient für etwa 3-4 Stunden über großlumige venöse Zugänge an einen Zellseparator angeschlossen, der die ins Blut mobilisierten Stammzellen ab­sammelt.

Im Bereich der Tagesklinik sind zwei Schwestern eingesetzt, die sich auch um die Apherese kümmern. Zwei Aphereseärzte führen die vorbereitenden Untersuchungen bei unseren Pati­enten durch und betreuen die Patienten während der Stammzellapherese am Zellseparator.