AG Subklewe

Ziel der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung von neuen immuntherapeutischen Strategien für die Eliminierung von chemorefraktären Leukämiezellen, um das Rezidiv zu verhindern und das Leben von Patienten mit Leukämie zu verlängern. Ein Fokus der Arbeitsgruppe ist die Bestimmung und Charakterisierung der minimalen Resterkrankung (MRD) bei Patienten mit AML. Die sehr frühzeitige MRD-Quantifizierung während der Aplasie gewährt zusätzliche prognostische Information für die Abschätzung der Rezidiv-freien Überlebensdauer. Die Isolierung der residuellen Leukämiezellen zum Zeitpunkt der Aplasie erlaubt die Charakterisierung von Target-Antigenen und Escape-Molekülen nach unterschiedlichen immuntherapeutischen Interventionen (SFB 1243). Gegen die identifizierten Targetstrukturen werden in Kollaboration mit Karl-Peter Hopfner multispezifische Antikörperkonstrukte generiert. Diese Konstrukte dienen der Validierung der Targetantigene und ermöglichen die Modulation von Escape-Strategien (M4). In Kollaboration mit Industriepartnern konnten präklinische Daten in die Protokollentwicklung von First-in-human Studien einfließen, die auch aktuell an unserem Zentrum Patienten rekrutieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt in der Verwendung von Dendritischen Zellen für die therapeutische Vakzinierung. Wir konnten inzwischen die Phase I Studie (n=6) einer therapeutischen Vakzinierungsstudie in der Postremissionstherapie der AML erfolgreich abschließen. Es wurden bisher 13 Patienten eingeschlossen und über 80 Vakzinierungen appliziert. Das aktuelle Immunmonitoring zeigt die Induktion von Antigenspezifischen T-Zellen durch die RNA-transfizierten DZ und ist die Basis für weitere immunologische Fragestellungen in dieser Patientenkohorte (Bayimmunet, i-Target).