AG Kobold

Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Interaktionen von Tumor- und Immunzellen mit einem besonderen Fokus auf T-Zellen. Dabei interessiert uns insbesondere wie Tumorzellen T-Zellen nutzen können um das Fortschreiten der Erkrankung zu begünstigen. Dabei studieren wir die Rolle und Funktion mehrerer Botenstoffe in diesem Vorgang. Therapeutisch liegt der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe auf die Entwicklung neuer Ansätze zur adoptiven T-Zelltherapie von Tumorerkrankungen. Unser Konzept beinhaltet eine Ausrüstung der T-Zellen durch genetische engineering Verfahren nach dem Baukastenprinzip: auf Basis der spezifischen und zum Teil individuellen Eigenschaften des Patientengewebes soll ein T-Zellprodukt entstehen, welches auf diese reagiert. Hierdurch kann es möglich werden, individuelle Zellprodukte zu generieren und Patienten im Sinne einer zielgerichteten individualisierten Therapie zu behandeln. In den vergangenen Jahren konnte die AG drei komplementäre Ansätze entwickeln: die Rekrutierung von Antigen-spezifischen T-Zellen durch bispezifische Antikörper, die Aktivierung von T-Zellen durch neuartige Fusionsproteine, die ein inhibitorisches Signal in eine Stimulation umwandeln, und die gezielte Rekrutierung von T-Zellen durch Chemokinrezeptoren.