AG Brocker

Thomas Brocker beschäftigt sich mit der Entstehung von adaptiven Immunantworten und Immuntoleranzmechanismen in vivo. Sein Fokus liegt auf T-Zell–Dendritischer-Zell-Interaktion in unterschiedlichen Geweben. Mukosale Oberflächen sind in ständigem Kontakt zu Mikroben, wovon die meisten Pathogen sind. Hier ist es entscheidend, dass Immuntoleranzmechanismen vor unnötiger Gewebeschädigung schützen. CD103+ Dendritische Zellen (DZ) im Darm sind bei der lokalen Immunsuppression involviert. Thomas Brocker hat mehrere Mausmodelle entwickelt, um DZ-vermittelte Toleranzmechanismen an mukosalen Oberflächen in vivo aufzuklären (SFB 1054). Darüber hinaus erforscht er eine weitere DZ-Subpopulation mit stark immunmodulierender Funktion, die plasmazytoiden DZ (pDZ). Die Arbeitsgruppe untersucht das Migrationsverhalten der Zellen im „steady-state“ und unter inflammatorischen Konditionen und stellt sich die Frage, wie dieser Prozess und die pDZ Funktion im Allgemeinen von Rho-GTPasen beinflusst wird (SFB 914). Ein weiterer Schwerpunkt beruht auf dem besseren Verständnis für die Faktoren, die Immundominanz beeinflussen und ausschlaggebend für das Resultat einer CTL-Antwort sind. Dies ist hoch relevant für die Weiterentwicklung von Vakzinierungsstrategien (Kollaboration mit Marion Subklewe), aber auch im Zusammenhang mit der Auswahl von Peptid-Pools für die Selektion von Antigen-spezifischen T-Zellen für den adoptiven Transfer (Kollaboration Tobias Feuchtinger). So haben diese und andere Projekte zum Ziel, die Induktion von Immunantworten besser zu verstehen um hocheffiziente Immuntherapien gegen Infektionen und Tumore zu entwickeln.