Dr. P. Heußner

Bild: Dr. P. HeußnerKlinischer Schwerpunkt

Nach langjähriger hämatologischer und onkologischer Tätigkeit ergänzte ich meine ärztliche Ausbildung durch eine psychotherapeutische Zusatzausbildung. So findet sich mein Schwerpunkt inzwischen ganz in der psychischen Begleitung und Unterstützung von Krebserkrankten und Ihren Angehörigen.

Seit Mai 2005 leite ich die Psycho-Onkologie der Medizinischen Klinik III, die neben Gesprächs- und Entspannungstherapeutinnen durch je eine Atemtherapeutin, Kinder- und Jugendtherapeutin und Kunsttherapeutin ergänzt wird.

Die integrierte psycho-onkologische Begleitung bieten wir allen stationären und ambulanten Patienten und Angehörigen der Medizinischen Klinik III und des CCCs an. Die Frauenklinik verfügt über ein eigenes Team an Psycho-Onkologinnen. Auf den Stationen der Medizinischen Klinik III und der Strahlentherapie stehen Bezugstherapeutinnen im Sinne eines Liaisonmodells zur Verfügung, die in regelmäßigen Abständen an den Visiten teilnehmen.

Unsere Sprechstunde in der Poliklinik steht auch externen Patienten zur Verfügung.

Sprechstunde

nach telefonischer Terminvereinbarung

Telefon (089) 4400 – 74919 (Sekretariat Psycho-Onkologie)

Neben der Betreuung von Patienten und Angehörigen steht die Psycho-Onkologie auch Studierenden und Mitarbeitern der Onkologie zur persönlichen Beratung oder als Moderation für Teambesprechungen zur Verfügung.

Studentische Lehre und Fort- und Weiterbildung

Im Bereich der studentischen Ausbildung interessiert mich vor allem die Unterstützung der Studierenden in der Entwicklung ihrer ärztlichen Haltung. So bin ich im MeCuM mit der Leitung des Seminars Patienten Orientierte Kommunikation (POK) betraut.

Mit der Dozententätigkeit in der Christophorus Akademie des IZP (Interdisziplinäres Zentrum für Palliativmedizin) beteilige ich mich an der Fort- und Weiterbildung von Pflegenden und Ärzten.

Seit 2010 hat die Akademie für Psycho-Onkologie München (APOM) ihre Tätigkeit aufgenommen, die von Prof. Dr. P. Herschbach, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München und mir paritätisch geleitet wird. Bislang bieten wir psycho-onkologische Fort- und Weiterbildungen für approbierte Psychotherapeuten und onkologisch tätige Ärzte, Kommunikationstraining und Fallarbeitsgruppen für verschieden Berufsgruppen an. Weitere Angebote folgen und gestalten wir gerne auch nach Ihren Wünschen, bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Nähere Informationen finden Sie auf http://www.a-pom.de/.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Ziel unserer aktuellen Forschungsaktivitäten ist die prospektive Erfassung der Lebensqualität, psycho-sozialen Belastungen sowie psychischer Komorbiditäten wie Depressionen von Patienten im Rahmen von klinischen Studien:

  • In der multizentrischen klinischen Studie zur Therapie der akuten myeloischen Leukämie – AML-CG 2008 wird aktuell geprüft, welchen Einfluss die beiden Therapiearme (Dose-Dense Regimen S-HAM versus Standard Double Induction for Initial Chemotherapy) auf spezifische Dimensionen der Lebensqualität- insbesondere auch im langfristigen Verlauf- haben.

  • In Kooperation mit Prof. Wolff (Universitätsklinik Regensburg) und PD Dr. Herzberg (Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie Universität Leipzig) werden neben der Validierung des FACT-BMT Lebensqualitätsbogens in deutscher Sprache, Einflussfaktoren auf die Lebensqualität im Langzeitverlauf bei Patienten nach allogener Blutstammzelltransplantation untersucht. Aus den Daten dieser Studie wird aktuell der Konsensus zu „Psychosocial aspects of cGvHD“ durch die o.g. Arbeitsgruppe erarbeitet.

  • In einer explorativen Studie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU sollen Veränderungen des Kynurenin-/Tryptophanstoffwechsels, der damit interagierenden Interleukine und des Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF) bei Patienten mit Non- Hodgkin- Lymphom unter Immunochemotherapie R-CHOP untersucht werden und ein Zusammenhang zu depressiver Symptomatik und Fatigue überprüft werden.
  • In Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum München, dem Tumorregister München und der Sektion Psychosoziale Onkologie des Klinikum rechts der Isar der TU untersuchen wir, ob das Angebot psychosozialer Unterstützungsmöglichkeiten (Beratungsstellen, Psychotherapeuten, Selbsthilfegruppen etc.) im Einzugsgebiet des Tumorregisters München (TRM), den Bedarf der Patienten mit kolorektalen Karzinomen deckt. Sekundäres Ziel ist die Untersuchung der Frage, von welchen Faktoren die Belastung, der Betreuungsbedarf und die Akzeptanz von Angeboten bei den Patienten abhängen. Dabei werden regional-geographische, demographische und medizinische objektive Faktoren sowie das Ausmaß der subjektiven Belastung berücksichtigt.

  • Zusammen mit der Medizinischen Onkologie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg erarbeiten wir ein von der Deutschen Krebshilfe gefördertes Projekt „Leitliniengestützte Interventionsstudie zur Verbesserung von Entscheidungen zur Therapiebegrenzungen".

  • In Kooperation mit dem Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (LMU), dem Tumorregister München (TRM), dem Netzwerk gegen Darmkrebs und der Felix Burda Stiftung führen wir eine Studie zum familiären Darmkrebs durch. „Familien schützen und stärken – Umgang mit familiärem Darmkrebs“ wird Daten liefern, die das Ausmaß des familiären Risikos beim kolorektalen Karzinom präzise beschreiben und eine quantitative Grundlage zur Planung einer adäquaten Aufklärung und Unterstützung bieten.

  Verantwortlich für den Inhalt: Dr. P. Heußner; Stand: 26.03.2015