Forschung

Die Forschung wird betreut von Prof. Dr. K. Spiekermann

Ein großer Forschungsschwerpunkt stellen die Etablierung und Validierung neuer diagnostischer Methoden dar. Dazu wurden in den letzten Jahren neue Technologien entwickelt, die es erlauben, das gesamte Genom oder alle proteinkodierenden Gensequenzen (das sogenannte Exom) von Patienten mit Leukämien zu entschlüsseln. Diese sogenannte Hochdurchsatz-Sequenzierung (Next generation sequencing, NGS) hat unser Wissen über die genetischen Ursachen u.a. hämatologischer Neoplasien wesentlich erweitert.

Das Labor für Leukämiediagnostik setzt als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland die Exom-Sequenzierung zur Bearbeitung wissenschaftlicher Fragestellungen im Bereich der Leukämieforschung regelmäßig ein. Mittels dieser neuen Technologien wurde inzwischen von uns und anderen Laboren eine Reihe von Genen identifiziert, die bei verschiedenen Leukämieformen häufig mutiert sind.

Derzeit wird im Rahmen von Forschungsprojekten untersucht, welche dieser Genmutationen eine Aussage über die Prognose der betroffenen Patienten oder das Ansprechen auf bestimmte Therapien erlauben. Somit ist zu erwarten, dass die Bestimmung des individuellen Mutationsprofiles in naher Zukunft zu einem Standardverfahren in der Diagnostik eines jeden Leukämiepatienten wird. Um auf diese Herausforderung vorbereitet zu sein, werden im Labor für Leukämiediagnostik Verfahren zum "targeted resequencing" von Leukämie-assoziierten Genen etabliert. Diese Verfahren erlauben es, in einem für die alltägliche Routinediagnostik geeigneten Ansatz eine Vielzahl relevanter Genmutationen schnell und mit hoher Sensitivität nachzuweisen.

Im Rahmen der klinischen Forschung steht auch die Identifizierung von genetischen Markern zur Prognoseabschätzung und zur Quantifizierung der minimalen Resterkrankung (MRD) von Patienten mit AML im Vordergrund unserer Arbeiten. Zum Nachweis der minimalen Resterkrankung nach Therapie prüfen wir den Einsatz der neuen Sequenziertechniken. Hier bietet die NGS-Technologie die Chance, künftig für eine große Zahl von Patienten mutationsunabhängig den Therapieverlauf mittels sehr empfindlicher Methoden zu überwachen und einen drohenden Rückfall der Erkrankung rechtzeitig zu erkennen.

  Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. K. Spiekermann, 15.01.2014
 

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