Medizinische Klinik und Poliklinik III » Klinik » Hyperthermie » Klinische Anwendungen » Brustwandrezidive des Mammakarzinoms

Brustwandrezidive des Mammakarzinoms

zurück

Bei einem Rezidiv eines Mammakarzinoms kann nur eine reduzierte Strahlendosis eingesetzt werden. Als Zusatz zur Radiotherapie wird daher die Hyperthermie zur Erhöhung der Therapieeffizienz eingeführt. Inzwischen existieren mehrere Publikationen, die eine Wirksamkeit der Oberflächenhyperthermie in der Therapie dieser Patientinnen belegen.

So konnte im Rahmen einer randomisierten englisch/kanadischen Studie eine Verbesserung der Ansprechraten durch diese Kombinationstherapie nachgewiesen werden. An der Duke University (Durham, USA) wurde eine randomisierte Studie mit oberflächlichen Tumoren (vor allem Mammakarzinomen) durchgeführt. Im Vergleich zur alleinigen Radiotherapie war bei der Thermoradioherapie die Rate an Patientinnen mit Vollremission ihrer Erkrankung signifikant höher. Noch deutlicher ist der Vorteil für bereits vorbestrahlte Patientinnen.

In einer Phase-III-Studie wurden Patientinnen mit rezidivierenden Mammakarzinomen behandelt. Eine höhere Temperatur oder höhere thermische Dosis korrelierte statistisch signifikant mit der Rate an Vollremissionen.