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Hämatopoetische Zelltransplantation/KMT

Arbeitsgruppenleiter

PD Dr. med. Johanna Tischer

 

Schwerpunkte

Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) oder auch Knochenmarktransplantation (KMT) stellt für eine Vielzahl von Patienten mit bösartigen und nicht-bösartigen hämatologischen Erkrankungen die einzige Chance auf Heilung dar. Dies gilt insbesondere für Patienten mit myeloischen und lymphatischen Erkrankungen, die genetisch bedingt ein hohes Risiko für einen Rückfall haben, auf die konventionelle Chemotherapie bisher nicht angesprochen oder bereits einen Rückfall ihrer Erkrankung erlitten haben (Hochrisikokonstellation). Die Grundvoraussetzung für eine allogene HSZT ist, dass ein geeigneter Blutstammzellspender zur Verfügung steht. Unser klinischer Schwerpunkt ist die Transplantation von alternativen Blutstammzellspendern, wie es die Transplantation von einem HLA-haploidentischen Familienspender ist. Durch die HLA-haploidentische Blutstammzelltransplantation (haplo-HSZT) ist es möglich, für mehr als 90% der Patienten einen geeigneten Blutstammzellspender in der Familie zu identifizieren und eine allogene Blutstammzelltransplantation, vor allem bei Patienten mit aggressiv verlaufenden Erkrankungen mit hohem Therapiedruck zeitnah verfügbar zu machen. Hierbei fokussieren wir uns vor allem auf unten genannte Schwerpunkte in der Therapie und dem Komplikationsmanagement der haplo-HSZT unter Verwendung von posttransplantations-Cyclophosphamid.

 

Weitere klinische/wissenschaftliche Schwerpunkte:

  • Sequentielles Therapiekonzept in der Behandlung von Hochrisikopatienten, auch in der HLA-haploidentischen Transplantationssituation

  • Konditionierungsstrategien, Einsatz neuer Medikamente
  • Behandlung älterer Patienten mit Komorbiditäten

  • Postremissionsstrategien

    • Adoptive Immuntherapie (donor lymphocyte infusions; DLI)

    • Einsatz zielgerichteter Therapien

  • Rezidivstrategien:

    • Zweite HLA-haploidentische Transplantation

    • Einsatz zielgerichteter Therapien

    • Donorlymphozytengabe; DLI

  • Virusinfektionen inklusive virusspezifischer T-Zelltherapien

  • Komplikationsmanagement v.a. Endothelzellschädigung wie die transplantationsassoziierte Mikroangiopathie

  • Extrakorporale Photopherese (ECP) bei GvHD

 

Projekte  

in Zusammenarbeit mit

  • EBMT (European Group for Blood and Marrow Transplantation (Zentrum: CIC 513))

  • DRST (Deutsches Register für Stammzelltransplantation)

  • DKT (Deutsche Kooperative Transplantationsgruppe)

  • DAG-KBT (Deutsche Arbeitsgemeinschaft Knochenmark und Blutstammzelltransplantation)

 

Klinische Studien

Übersicht (Auswahl) der aktuell an unserem Zentrum aktiven klinischen Studien

 

Publikationen

Alle in PubMed gelisteten Publikationen dieses Autors

 

Mitarbeiter

Dr. med. Alessia Fraccaroli

Dr. med. Heidrun Drolle

Elena Stauffer


Kontakt

Bild: PD Dr. med. Johanna Tischer

PD Dr. med. Johanna Tischer

Leitung

Profil

Medizinische Klinik III

LMU Klinikum

Hämatopoetische Zelltransplantation
Marchioninistraße 15,81377 München

Telefon KMT-Sekretariat: 089 4400-74241
Fax 089 4400-74242
E-Mail Johanna.Tischer@med.uni-muenchen.de


 

Dr. med. Alessia Fraccaroli

E-Mail Alessia.Fraccaroli@med.uni-muenchen.de

 

Dr. med. Heidrun Drolle

E-Mail Heidrun.Drolle@med.uni-muenchen.de

 

Elena Stauffer

E-Mail Elena.Stauffer@med.uni-muenchen.de

  Verantwortlich für den Inhalt: PD Dr. med. Johanna Tischer; Stand: 23.10.2020