Schwerpunkt: Translationale Forschung „Pankreaskarzinom“

OA Prof. Dr. S. Böck, PD Dr. M. Haas, Dr. S. Kruger, Dr. C. B. Westphalen, Prof. Dr. V. Heinemann

Expression des EGF-Rezeptors mittels Immunhistochemie beim PankreaskarzinomAbbildung: Expression des EGF-Rezeptors mittels Immunhistochemie beim Pankreaskarzinom (R. Egg, Dr. J. Neumann)

Neben der Durchführung von innovativen Therapiestudien liegt ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeitsgruppe in der Etablierung von translationalen Forschungsprojekten beim Pankreaskarzinom. Diese Untersuchungen werden in enger Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner vom Pathologischen Institut (Dr. S. Ormanns, Dr. J. Neumann, Prof. Dr. A. Jung, Prof. Dr. T. Kirchner) sowie vom Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (Prof. Dr. U. Mansmann) durchgeführt.

Ziel all dieser Projekte ist es, anhand von Tumorgewebeproben bzw. von Blutproben neue molekulare Biomarker zu identifizieren, die es erlauben sollen Patienten definierten Risikogruppen zuzuordnen und anhand dieser Gruppierung dann auch differenzierte Therapiestrategien einzusetzen. Daneben untersuchen wir auch sogenannte „prädiktive“ Biomarker, die es uns zukünftig ermöglichen sollen idealerweise bereits vor Therapiebeginn die Effektivität aber auch mögliche Nebenwirkungen einer Therapie (Chemotherapie, Biologicals) vorherzusagen. All diese Bemühungen haben zum Ziel, jeden Patienten möglichst individuell mit der für ihn optimalen Therapie zu versorgen.

Der derzeitige Hauptfokus unserer translationalen Forschungen liegt auf dem sog. EGFR Signalweg, der im Focus für die Wirksamkeit der Substanz Erlotinib (Tarceva©) steht. Neben Biomarkern für die neuen Biologicals beim Pankreaskarzinom wie Erlotinib oder Afatinib beschäftigen wir uns aber auch mit prädiktiven Faktoren für die Effektivität und Toxizität von zytostatischen Substanzen (z. B. Expression des Transportproteins hENT1 bei Gemcitabin-Therapie oder dem Stromaprotein SPARC bei der Therapie mit nab-Paclitaxel). Dabei wird ein breites Spektrum an molekular-pathologischen Methoden wie PCR, Immunhistochemie und Fluoreszenz in-situ Hybridisierung eingesetzt. Neue Ansätze untersuchen dabei auch den Nachweis von Tumor-Mutationen in im Blut zirkulierender Tumor-DNA (ct-DNA), als vielversprechendes Verfahren der so genannten „Liquid biopsy“.

Grundlage für all die oben genannten Untersuchungen ist die Akquise von Tumor-Gewebeproben, die wir über unsere eigene Biobank / Onkologische Studienzentrale organisieren. Hierbei handelt es sich in der Regel um Material von Studienpatienten aus multizentrischen Therapiestudien, die wir als Investigator-initiated Trials (IITs) im Rahmen der AIO (Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie der Dt. Krebsgesellschaft) durchführen.

Aktuelle Studien der AG Pankreaskarzinom (IIT’s)

  • RC57 (AIO-PK0104; Patienten-Rekrutierung beendet)

  • ACCEPT

  • RASH

Kontakt

Für Anfragen zu den translationalen Forschungsprojekten der AG Onkologie – Pankreaskarzinom (auch für interessierte Medizinstudenten/Doktoranden) stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:

OA Prof. Dr. S. Böck
E-Mail stefan.boeck@med.uni-muenchen.de

PD Dr. M. Haas 
E-Mail michael.haas@med.uni-muenchen.de

Dr. S. Kruger
E-Mail stephan.kruger@med.uni-muenchen.de

Dr. C.B. Westphalen
E-Mail christoph_benedikt.westphalen@med.uni-muenchen.de

  Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. V. Heinemann; Stand: 29.01.2015