Aktuelles


Einladung zur Fortbildung Update 2016

Update 2016 - Thromboembolische Therapie
Fortbildung am Mittwoch, 26. Oktober 2016 im Künstlerhaus in München

Diskutieren möchten wir unter anderem den Einsatz der „neuen und alten" Antikoagulanzien bei Vorhofflimmern und venösen Thrombosen. Außerdem sollen die nach wie vor aktuelle Thematik der Triple-Therapie, die Optionen der antithrombo-zytären Therapie & Plättchenhemmung beim akuten Koronarsyndrom und interventionelle Verfahren, wie der Vorhofohr-Okkluder, weitere Themenbereiche unserer Veranstaltung darstellen [mehr...]

Bitte melden Sie sich vorzugsweise über diesen Link zur Fortbildung an. Vielen Dank.
     
    


Nach Herzinfarkt: Implantierbarer Monitor soll mehr Sicherheit bringen

09.06.2016 - Ein kleiner implantierbarer Monitor könnte bei bestimmten Patienten nach Herzinfarkt drohende Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen anzeigen. Wenn dadurch rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen erfolgen, könnte sich die Prognose der Patienten verbessern. Ob dies wirklich funktioniert, untersucht die jetzt angelaufene Studie SMART-MI* des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) am Klinikum der Universität München.

SMART-MI

Nach einem überstandenen Herzinfarkt haben Patienten noch Jahre später ein erhöhtes Risiko, an Komplikationen zu versterben. Etwa die Hälfte aller Todesfälle ereignet sich dabei als plötzlicher Herztod. Dabei kommt es aus scheinbarem Wohlbefinden heraus zu Herzrhythmusstörungen, wodurch das Herz in lebensbedrohliches Kammerflimmern verfällt und schließlich ganz aufhört zu schlagen. Rund 280.000 Patienten pro Jahr in Deutschland überleben einen Herzinfarkt. Diejenigen, deren Herz bei dem Infarkt viel Schaden genommen hat und nur noch schlecht pumpt, sind besonders für den plötzlichen Herztod gefährdet. Laut ärztlichen Leitlinien bekommen sie deshalb einen Defibrillator eingepflanzt, welcher im Ernstfall Stromstöße abgibt und so das Herz wieder in den richtigen Takt bringt.

Bei der weitaus größeren Gruppe von Patienten ist die Pumpfunktion nach einem Infarkt dank der schnellen Wiedereröffnung des Infarktgefäßes nur wenig bis mittelgradig eingeschränkt. Aber auch unter ihnen gibt es viele, die in der Folge am plötzlichen Herztod versterben, insgesamt sogar mehr als doppelt so viele wie in der oben genannten Hochrisikogruppe. Da die Ärzte bislang nicht vorhersagen konnten, welche Patienten in der Gruppe mit den weniger geschädigten Herzen besonders gefährdet sind, werden diese Patienten von den aktuellen Leitlinien hinsichtlich spezieller vorbeugender Maßnahmen auch nicht berücksichtigt. Aus experimentellen Studien ist bekannt, dass bei gefährdeten Patienten Störungen im vegetativen Nervensystem bestehen können, welche die bedrohlichen Rhythmusstörungen auslösen.

Forscher um Prof. Axel Bauer vom DZHK am Klinikum der Universität München haben computerbasierte EKG-Methoden entwickelt, mit denen sie diese Störungen messen können. "So konnten wir eine neue Hochrisikogruppe mit nur gering- bis mittelgradig eingeschränkter Pumpfunktion identifizieren, welche jedoch eine ähnlich schlechte Prognose wie die klassischen Hochrisikopatienten mit hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion hat. Es handelt sich hierbei um eine zahlenmäßig relevante Gruppe von Patienten", so der Kardiologe. Die Studie SMART-MI widmet sich nun erstmals dieser Patientengruppe. Der Hälfte der 400 'neuen' Hochrisikopatienten wird zu Beginn der Studie ein implantierbarer kardialer Monitor (ICM = insertable cardiac monitor) eingesetzt, mit dem die Ärzte Vorläufer lebensbedrohlicher Rhythmusstörungen telemetrisch erfassen können. Die andere Hälfte der Patienten dient als Kontrollgruppe. Der implantierte Monitor sendet kontinuierlich Signale an eine Datenzentrale im Klinikum der Universität München.

Bei Vorboten von gefährlichen Rhythmusstörungen werden die Patienten umgehend einbestellt. Die Ärzte suchen dann nach möglichen Ursachen wie beispielsweise einem erneuten drohenden Herzinfarkt, die dann entsprechend behandelt werden können. Mit der Implantation der Monitore haben die Mediziner viel Erfahrung, schon seit langem werden sie bei Patienten mit unklaren Ohnmachtsanfällen oder zur Therapiekontrolle nach Vorhofflimmerablation im Routinebetrieb eingesetzt.

Die Studie SMART-MI soll nun zeigen, ob die ICM in der Lage sind, bei der oben genannten Gruppe von Postinfarkt- Patienten zuverlässig die Vorboten von drohenden Komplikationen wie gefährlichen Rhythmusstörungen anzuzeigen und ob sich dadurch deren Überlebenschancen verbessern. Neben den 17 klinischen Partnern des DZHK werden weitere Kliniken Patienten in die Studie einschließen.


Originalstudientitel:
* Implantierbare kardiale Monitore bei Hochrisiko-Postinfarkt-Patienten mit kardialer autonomer Dysfunktion und mittelgradig reduzierter linksventrikulärer Pumpfunktion (SMART-MI)

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Axel Bauer

Medizinische Klinik und Poliklinik I

Audio-Icon 089-4400-76090

E-Mail-Icon axel.bauer@med.uni-muenchen.de


Verbesserung für Patienten mit Vorhofflimmern: Das EU-Forschungskonsortium CATCH ME informiert

Dr. Moritz Sinner

Unter Beteiligung von Kardiologen der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität  wurde heute das EU Forschungskonsortium CATCH ME (Characterizing Atrial fibrillation by Translating its Causes into Health Modifiers in the Elderly) im Brüsseler Büro der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) gestartet. CATCH ME bringt sechs akademische Exzellenzzentren, drei Gesundheitsorganisationen und zwei führende kommerzielle Partner zusammen, mit dem gemeinsamen Ziel, die Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern zu verbessern. Horizon 2020, das größte Forschungs- und Innovationsprogramm der EU, fördert dieses Konsortium mit fünf Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren [mehr...] Engl. Version


Prof. med. Axel Bauer mit dem "Präventionspreis 2015" ausgezeichnet

Bauer_Axel

Wissenschaftler um Prof. Axel Bauer haben ein EKG-Phänomen entdeckt, das Rückschlüsse auf das Risiko für den plötzlichen Herztod erlaubt und helfen könnte, Hochrisikopatienten frühzeitig zu erkennen und vorbeugend zu behandeln. Für das neue Analyseverfahren ist Prof. Bauer von der Deutschen Stiftung Innere Medizin (DSIM) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit dem Präventionspreis 2015 ausgezeichnet worden [mehr...] [Wie Stress die Herzstromkurve verändert]


 News


Herz-Kreislauf-Forschung
LMU-Forscher unter den "meistzitierten Köpfen"

Die LMU-Mediziner Christian Weber, Dirk Sibbing, Stefan Kääb und Julinda Mehilli gehören auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Forschung zu den Besten ihres Fachs [mehr...]


Neue Studie zur Therapieverbesserung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom

TROPICAL-ACS

Kardiologen am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München starten multizentrische IIT

Investigator Initiated Trials (IIT) oder auch nicht-kommerzielle klinische Studien gelten als wichtige Maßnahmen der klinischen Forschung, wenn es darum geht, Erkenntnisse zu neuen oder verbesserten Behandlungsoptionen zu gewinnen. Auf dem Europäischen Kardiologenkongress (ESC, 31.8.-4.9.2013) in Amsterdam stellte Prof. Dr. Dirk Sibbing vom Klinikum der Universität München die neue Studie TROPICAL-ACS1 vor, in der es um Fragen zur personalisierten Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) und akutem Koronarsyndrom (ACS) geht. Studiendesign, Studienleitung und Projektmanagement liegen in der Hand der Medizinischen Klinik I und dem Clinical Study Center am Klinikum der Universität München (LMU). [mehr...]

  

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