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Neuer Ansatz für die Prävention der venösen Thrombose identifiziert

03.12.2016 -

Cover Image Blood vol 128 Issue 20

Die venöse Thrombose ist eine der häufigsten kardiovaskulären Erkrankungen und kann durch die Verschleppung von Blutgerinnseln in den Lungenkreislauf zu einer Lungenembolie mit tödlichen Folgen führen. Traditionell erfolgen Prävention und Therapie dieser Erkrankung durch Blutverdünnung mit Heparinen oder oralen Antikoagulanzien. Bei der näheren Untersuchung der Pathophysiologie der venösen Thrombose zeigte sich jedoch, dass erst eine lokale Entzündungsreaktion die Aktivierung der Blutgerinnung auslöst. In der nun in der Zeitschrift Blood publizierten Arbeit konnte das Team um Dr. Konstantin Stark in Kooperation mit Wissenschaftlern der San Raffaele Universität in Mailand einen neuen Ansatz für die Prävention der venösen Thrombose identifizieren.

Dabei zeigte sich, dass ein entzündungsförderndes Molekül (HMGB1) aus aktivierten Thrombozyten freigesetzt wird und die Entzündungsreaktion bei venöser Thrombose koordiniert. Durch die Rekrutierung und Aktivierung von Zellen des angeborenen Immunsystems – insbesondere neutrophilen Granulozyten und Monozyten – wird die Blutgerinnung aktiviert, was letztlich den Verschluss der Vene zur Folge hat. Wird die Wirkung von HMGB1 inhibiert, kann dadurch die Entzündungsreaktion und damit auch die Bildung der venösen Thrombose verhindert werden. Damit wurde ein neuartiger Ansatz für die Prävention der venösen Thrombose aufgezeigt, der nicht mit einer Beeinträchtigung der Blutgerinnung und dem damit verbundenen erhöhten Blutungsrisiko einhergeht. Ein Bild aus dieser Publikation, das ein elektronenmikroskopisches Bild des entstehenden Blutgerinnsels in der Vene zeigt, wurde als Titelbild der Zeitschrift Blood ausgewählt (s.o.).

Zur Publikation: http://www.bloodjournal.org/content/early/2016/08/29/blood-2016-04-710632?sso-checked=true

Ansprechpartner

Dr. med. Konstantin Stark

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