28.09.2016 -

Herzklappenstudie - Therapie bei Patienten mit hochgradiger symptomatischer Herzklappenstenose

Patienten, die an einer hochgradigen symptomatischen Aortenklappenstenose erkrankt sind, aber auf Grund ihrer Konstitution und schwerer Begleiterkrankungen ein zu hohes Risiko für einen operativen Eingriff aufweisen, können mit einem Herzkatheter minimalinvasiv behandelt werden. In der REBOOT-Studie werden zwei verschiedene Herzklappen-Prothesen miteinander verglichen. Im Fokus steht die Identifizierung unterschiedlicher Patientengruppen mit dem Ziel den Eingriff und die Klappenauswahl zu optimieren, um das Outcome der Patienten zukünftig zu verbessern.

Die aktuelle Standardtherapie bei Patienten mit hochgradiger symptomatischer Aortenklappenstenose, die auf Grund eines erhöhten OP-Risikos nicht für einen chirurgischen Klappenersatz geeignet sind, ist der Katheter-gestützte Aortenklappenersatz (TAVI). Jährlich werden in der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums München ca. 450 solcher Eingriffe durchgeführt.

Derzeit untersuchen Forscher um Frau Prof. Julinda Mehilli im Rahmen der „REBOOT“-Studie am Klinikum der Universität München, wie sich nach einer TAVI der individuelle Therapieverlauf eines Patienten gestaltet. Dabei sollen Patientengruppen identifiziert werden, die Unterschiede aufweisen und so Informationen für eine optimierte Behandlungsstrategie liefern.

Für diesen Eingriff werden im Hause zwei verschiedene Herzklappen verwendet: Eine Ballonexpandierbare und eine repositionierbare Bioprothese. Beide sind seit vielen Jahren zugelassen und werden erfolgreich implantiert. Beide Prothesen unterscheiden sich nur hinsichtlich ihrer Entfaltung im Bereich der erkrankten Aortenklappe. Die repositionierbare Prothese wird durch den Rückzug des Katheters während des Eingriffs entfaltet und erlaubt eine Re-Positionierung der Prothese im Bereich der Aortenklappe. Somit kann nach Bedarf die Lage der Prothese auch nach Platzierung verändert werden. Die Ballon-expandierbare Prothese hingegen wird durch das Aufdehnen eines Ballons entfaltet und wird somit direkt im Bereich der Aortenklappe implantiert.

Die REBOOT-Studie ist weltweit der erste randomisierte Vergleich beider Bioprothesen und bietet wichtige Informationen hinsichtlich des Akut- und Langzeitverlaufs bei Hochrisiko Patienten mit hochgradiger symptomatischer Aortenklappenstenose.

Neben dem Klinikum der Universität München werden auch andere Kliniken sowohl national als auch international Patienten in die Studie einschließen.

Originalstudientitel:

* A Randomized Comparison of REpositionable versus BallOOn-expandable HearT Valve Prosthesis for TRansfemoral AortIc VAlve ImpLantation - The REBOOT-Trial

Ansprechpartner:

Prof. Dr. med. Julinda Mehilli

E-MAIL: julinda.mehilli@med.uni-muenchen.de

Dr. med. David Jochheim

E-MAIL: david.jochheim@med.uni-muenchen.de

 
 

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