Identifikation potentieller Therapietargets und Prognosemarker

pw1 Identifikation deregulierter Pathways im metastasierten Nierenzellkarzinom

Ausgehend von Expressionsprofilen kryokonservierter Gewebeproben (Nierengewebe, Primärtumor und Metastasen von Patienten mit Nierenzellkarzinom) wird mit neuen biostatistischen Verfahren nach signifikanten Veränderungen bei Genen gesucht, die funktionell zusammenhängen. Auf diese Weise können Veränderungen der zellulären Signal- und Stoffwechselwege identifiziert werden, die beim Vergleich einzelner Gene oft nicht detektierbar sind. Diese Daten bilden die Grundlage zur Entwicklung neuer spezifischer Therapieansätze.

 

marker1 Tumorstammzellen im Magen- und Nierenzellkarzinom als Therapietargets

Die Resistenz von Tumoren gegenüber den klassischen adjuvanten Behandlungsformen wie Chemotherapie, Bestrahlung, aber auch gegenüber neuen Antiangiogenese- und Immuntherapien wird vermutlich von einer kleinen Subpopulation stammzellähnlicher therapieresistenter Tumorzellen, den sog. cancer stem cells oder tumor-initiating cells mitbestimmt. Dieses führt dann häufig zu Tumorrezidiven und zur Metastasierung. Eine erfolgreiche Therapie muss daher die Elimination solcher Stammzellen beinhalten. In diesem Projekt werden Zielstrukturen in Tumorzellen mit Stammzelleigenschaften für das Magen- und Nierenzellkarzinom identifiziert, die sich zur Entwicklung von Immuntherapie oder anderer Therapien eignen. Mit Hilfe von Tumorstammzellmarkern isolierte Tumorzellpopulationen werden in vitro und in vivo auf Stammzellverhalten überprüft (sphere formation, Tumorbildung). Durch Transkriptomanalysen von Tumorstammzellen sollen Zielstrukturen und Signalwege identifiziert werden, die eine Tumorstammzell-wirksame therapeutische Intervention erlauben. 

 

marker2 Identifizierung von Tumorstammzellen in einem transgenen Magenkarzinom-Mausmodell

Um die Wirksamkeit von Immun- und anderer Therapien gegenüber Tumorstammzellen testen zu können, werden geeignete immunkompetente Mausmodelle benötigt. Bisher wurde nur in einer begrenzten Anzahl von transgenen Mausmodellen Tumorstammzellen identifiziert. Daher wollen wir Tumorstammzellen in CEA424-SV40-T-Antigen-transgenen Mäusen identifizieren. Diese Mäuse entwickeln bereits in jungem Alter mit 100% Inzidenz neuroendokrine Karzinome im Pylorus des Magens. Tumorstammzellen sollen durch Selektion über Chemoresistenz angereichert und über Fluoreszenzmarkierung von Kandidatenmarkern oder durch Verpaarung mit Mauslinien mit fluoreszierenden intestinalen Stammzellen markiert und mittels Durchflusssortierung isoliert werden.