Kopf-Hals-Tumorzentrum (KHTZ)

Das Kopf-Hals-Tumorzentrum ist ein interdisziplinäres Zentrum der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (Direktor: Prof. Dr. med. A. Berghaus) und der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (Direktor: Prof. Dr. med. Dr. med. dent. M. Ehrenfeld) als Bestandteil des Krebszentrums München - Comprehensive Cancer Centrum CCCLMU. Seine Zielsetzung ist die Diagnostik und Behandlung bösartiger Neubildungen des Kopf-Hals-Bereiches.

In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 15.000 Menschen an einer bösartigen Neubildung im Kopf-Hals-Bereich. Die unterschiedlichen Lokalisationen und Ausdehnungen der Erkrankungen (Nasenhöhle, Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf) erfordern eine individuell abgestimmte Herangehensweise in Diagnostik und Therapie.

Am Kopf–Hals-Tumorzentrum stehen den Patienten dazu die modernsten diagnostischen Geräte zur Verfügung, die nach aktuellen Richtlinien eingesetzt werden. Die erhobenen Befunde werden zusammengetragen und in einer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz (Tumorboard) mit erfahrenen Vertretern aller an der Therapie beteiligten Fachdisziplinen diskutiert und besprochen. Für jeden Patienten wird so die individuell am besten geeignete Behandlungsform festgelegt.

In einem folgenden Gespräch wird das Behandlungskonzept dem Patienten und auf Wunsch auch seinen Vertrauenspersonen dargestellt und erläutert. Soziale und psychologische Bedürfnisse werden dabei selbstverständlich berücksichtigt und bei Bedarf kann die professionelle Hilfe des klinikeigenen Sozialdienstes oder der psychoonkologischen Betreuung in Anspruch genommen werden.

Die Behandlung erfolgt nach den neuesten Erkenntnissen und Richtlinien durch ärztliche Mitarbeiter einer oder mehrerer Fachdisziplinen mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Onkologie. Das Ziel, gegen die bösartige Erkrankung so wirkungsvoll wie möglich vorzugehen, geht einher mit der Bestrebung, Nebenwirkungen gering und dadurch die Lebensqualität hoch zu halten. Funktionen wie Kauen, Schlucken und Sprechen, aber auch ästhetische (kosmetische) Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt und werden durch ein Team von Physiotherapeuten und Logopäden schon während der stationären Behandlung unterstützt.

Die soziale Wiedereingliederung ist ein weiterer Schwerpunkt nach Abschluss der onkologischen Behandlung. Rehabilitationseinrichtungen stehen in engem Verbund mit dem Zentrum, um den betroffenen Patienten bei der Rückkehr in den selbständigen Alltag zu helfen. Die üblicherweise erforderlichen Nachsorgen, die ebenfalls im Zentrum durchgeführt werden, garantieren eine optimale Anschlussversorgung „aus einer Hand“, so dass neu- oder wiederauftretenden Problemen rasch und effektiv entgegnet werden kann.

Hinter dem Kopf-Hals-Tumorzentrum steht ein hoch motiviertes Team von Ärzten, Pflegern und weiteren Medizinalpersonen, die den betroffenen Patienten ein Optimum an medizinischer Versorgung und menschlicher Zuwendung entgegenbringen möchten.

 

Leiter: Prof. Dr. Dr. Michael Ehrenfeld

stellvertretender Leiter: Prof. Dr. A. Berghaus

Koordinator: Prof. Dr. Christian Betz

stellvertretender Koordinator: PD Dr. Dr. G. Mast