T.E.A.M. – Kompetenznetzwerk Endoskopie

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Am Klinikum der Universität München haben sich die klinischen Endoskopieeinrichtungen mit basiswissenschaftlichen technologischen Instituten zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um durch Technologie- und Erfahrungsaustausch fachübergreifend den neuesten Stand der Technik auf höchstem Niveau in der Patientenversorgung und Forschung anbieten zu können.

T.E.A.M. steht für Transluminale und Endoskopische Arbeitsgemeinschaft München, eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft zur Entwicklung und Förderung von innovativer endoskopischer Technologie an der LMU. Die Mitglieder, bisher 11 Abteilungen bzw. Institute, setzen bereits die innovativen Entwicklungen der letzten Jahre mit unterschiedlichen Schwerpunkten ein, bzw. sind an der Forschung und Entwicklung dieser Methoden selbst beteiligt. Die Methoden erfordern eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit. Um dies zu realisieren, haben sich innerhalb T.E.A.M. interdisziplinäre Arbeitsgruppen zur Bearbeitung von Schwerpunkten gebildet:

  • Arbeitsgruppe NOTES (Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery) / NOS (Natural Orifice Surgery): narbenfreies Operieren als Weiterentwicklung der minimal-invasiven Schlüssellochtechnologie (laparaskopische Chirurgie) mit Einbringen der Instrumente durch natürliche Körperöffnungen (z.B. Magen, Vagina). Fortentwicklung bestehender Technologien sowie die Entwicklung und klinische Erprobung neuer technologischer Arbeitsplattformen und neuer Instrumentarien.
  • Arbeitsgruppe Optisch-Endoskopische Diagnostik: nichtinvasive Gewebediagnostik im Bereich der von außen zugänglichen Hohlorgane (Luftwege, Speisewege, Harnwege, weibliche Fortpflanzungsorgane) in Echtzeit durch den Einsatz hochpräziser optischer Verfahren wie beispielsweise die Fluoreszenz-Endoskopie, die optische Kohärenztomographie („optischer Ultraschall“) oder die konfokale Endomikroskopie
  • Arbeitsgruppe Funktionelle Implantate: Endoskopische Implantate, die über ihre passive Wirkung hinaus mit dem umgebenden Gewebe aktiv interagieren. Beispiele sind temporäre Implantate, die das Gewebe durch Freisetzung von Medikamenten oder lokal wirksamer Radioaktivität beeinflussen zur Behandlung von chronischer Entzündung und von Tumoren.

T.E.A.M. wird die vorhandene Expertise zusammenführen, interne und externe Schulungen anbieten, kostenintensive Geräte gemeinsam effizient nutzen, Drittmittel einwerben, präklinische und klinische Studien durchführen.

T.E.A.M. hat am 24. November 2008 in der Gründungsversammlung einen „letter of intent“ als Vorbereitung zu einer Satzung verabschiedet. Drei Sprecher koordinieren die Aktivitäten von zunächst drei Arbeitsgruppen. Industriepartner aus den Bereichen Endoskopie, medizinische Instrumententechnik, medizinische Laser und diagnostische Sonden sollen als Fördermitglieder gewonnen werden.

Die Einbindung des Clinical Study Center garantiert eine qualitativ hochwertige und ethisch einwandfreie Durchführung von klinischen Studien mit den neuen Methoden.

T.E.A.M. wird die rasante Entwicklung in der minimal-invasiven Diagnostik und Chirurgie auf höchstem interdisziplinären Niveau für die Patientenversorgung verfügbar machen. Das Klinikum der Universität München hat mit T.E.A.M. ein endoskopisches Kompetenzzentrum erhalten, das dem Anspruch eines Universitätsklinikums gerecht wird, an der Spitze der medizinischen Innovation zu stehen.