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Wir über uns

Allgemeines

Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie (Direktor: Prof. Dr. C. Belka) übernimmt die Versorgung mit strahlentherapeutischen Leistungen für das Klinikum der LMU am Campus Innenstadt und Campus Großhadern. Das Klinikum verfügt über rund 2350 Betten; es werden ca.  80.000 stationäre und knapp 380.000 ambulante Patienten pro Jahr betreut. Die Behandlung von Tumorpatienten ist ein ausgewiesener Schwerpunkt des Klinikums mit ~27.000 Patienten mit einer onkologischen Diagnose pro Jahr.

Im Jahre 2007 wurden 2064 neue Patienten an beiden Standorten mit 133.084 Feldern bestrahlt. Davon waren rund 65% CT geplant. Zusätzlich wurden 347 Brachytherapien durchgeführt. Ergänzt wurde das Leistungsspektrum durch über 223 Stereotaxien im Kopfbereich.

NewsBlog der Klinik für Radioonkologie der Universität München

Dieser Blog dient zur schnellen Information von Fachkollegen und Patienten über allgemeine Entwicklungen im Fach Strahlentherapie und spezielle Entwicklungen der Fachabteilung Strahlentherapie und Radioonkologie der Universität München

 

Strahlentherapie an einer Universitätsklinik

Liebe Patientin, lieber Patient,

große Kliniken - wie zum Beispiel Universitätskliniken - stehen oft im Ruf unpersönliche Medizinfabriken zu sein. Die Größe der Gebäude und Anlagen ist vielfach abschreckend für Patienten und Besucher. Gerade in München ist immer wieder zu hören, dass das Klinikum Großhadern eine unpersönliche Medizinfabrik sei. Viele Gespräche mit Patienten, die in unserer Klinik für Strahlentherapie behandelt wurden, überzeugen mich vom Gegenteil. Sie berichten vielfach, dass Sie sich immer sehr persönlich betreut gefühlt haben.

Wir setzen alles daran, um weiterhin auch diese Rückmeldungen zu erhalten.

Diese Homepage soll dazu dienen Ihnen schon vor der Behandlung – quasi von außen – einen guten Einblick in unsere Abteilung zu ermöglichen. 

Sie sollen die Möglichkeit haben, sich über die Erkrankungen und unsere Behandlungsmethoden zu informieren und sogar vorab einen Teil der Mitarbeiter „kennenzulernen“.   

Größe mag auf den ersten Blick abschreckend und unpersönlich sein – Sie müssen allerdings immer bedenken, dass die optimale Behandlung von Tumorerkrankungen ein Zusammenspiel vieler Fachdisziplinen erfordert.

In einer Universitätsklinik, wie zum Beispiel dem Klinikum Großhadern, können Sie sich darauf verlassen, dass ein Höchstmaß medizinischer Erfahrung vorhanden ist und die Zusammenarbeit unter einem Dach eingespielt ist.

Optimale Behandlung durch Vernetzung

Im Gespräch mit Patienten werde ich häufig gefragt, wie genau die Geräte sind. Die Genauigkeit der Bestrahlungsgeräte ist heutzutage eigentlich kein Problem mehr. Viel bedeutsamer für den Patienten ist es festzulegen, wann genau eine Strahlentherapie Sinn macht.

Alle komplexen Therapieentscheidungen in der Klinik für Strahlentherapie werden daher in unseren täglichen Besprechungen zusammen mit den Oberärzten und dem Direktor der Klinik diskutiert. Neben der langjährigen Erfahrung von vielen Fach- und Oberärzten der Klinik für Strahlentherapie steht auch die konzentrierte Erfahrung anderer Fächer im Rahmen von sogenannten Tumorkonferenzen zur Verfügung. Darüberhinaus sind alle medizinischen Disziplinen unter einem Dach gebündelt und können unverzüglich zu Rate gezogen werden. Somit ist immer gewährleistet, dass Entscheidungen optimal vorbereitet getroffen werden.

Eine Grundvoraussetzung für eine bestmögliche Strahlentherapie ist die Definition der Bereiche, die bestrahlt werden müssen. Nur wenn durch Röntgenbilder, Computertomographien, Kernspintomographien oder eine PET-CT die Ausbreitung und die Grenzen des Tumors klar festgelegt sind, kann eine optimale Bestrahlung erfolgen.

Durch die sehr enge Kooperation und Abstimmung mit den Nachbardisziplinen Nuklearmedizin, Radiologie und Neuroradiologie mit direktem Datenaustausch wird eine perfekte Erfassung des Tumors zur Bestrahlung ermöglicht. In diesem Zusammenhang verfügt die Klinik für Strahlentherapie - als eine der wenigen Klinik in Deutschland - sogar über einen direkten Zugang zu einem speziell für die Bestrahlungsplanung ausgerichteten PET-CT.

Optimale Behandlung durch Differenzierung

Die Strahlenklinik der Universität München beherrscht alle relevanten strahlentherapeutischen Verfahren (IMRT/IGRT, fraktionierte Stereotaxie, Radiochirurgie, Afterloading, Seed-Techniken, Radiochemotherapie, Ganzkörperbestrahlungen). Damit kann immer die beste Methode für ein spezielles klinisches Problem angeboten werden. Des Weiteren können Patienten mit kombinierter Radiochemotherapie oder bei anderen medizinischen Problemen in eigenen stationären oder tagesklinischen Betten betreut werden.

Damit ist gewährleistet, dass die Betreuung aus einer Hand erfolgt und dem Patienten immer das strahlentherapeutische Verfahren zukommt, welches für seine Erkrankung optimal ist.

Weitere Überweisungen mit dem Risiko von Fehlern bei der Weitergabe von Informationen sind somit minimal. 

Optimale Therapie durch Forschung und Entwicklung

Im Unterschied zu Praxen und kleinen Krankenhäusern findet in Universitätskliniken eine hochaktive Weiterentwicklung der Medizin statt - viele Neuerungen kommen Patienten weit früher zugute, bevor sie mit deutlicher Verzögerung in anderen Häusern eingesetzt werden.

Die Strahlentherapie der Universität München ist zum Beispiel eine der ersten Universitätskliniken in Deutschland überhaupt, die zur Planung von IMRT-Bestrahlungen biologische Modelle einsetzt und auf höchstpräzise Monte-Carlo Planungen zurückgreifen kann. Auch neuartige Geräte zur Strahlenbehandlung, Dosismessung und Berechnung werden im Regelfalle zunächst an Universitäten eingesetzt.

 Auch in anderen Bereichen kommen den Patienten Neuerungen zugute - weit bevor sie in der Breite der Medizin eingesetzt werden. So kommt der Sichtbarmachung von Tumoren mittels Kernspintomografie oder der PET-CT eine ausserordentliche Bedeutung zu. Hier sind vielfach schon wegweisende Ergebnisse erzielt worden. Allerdings ist die Einbindung kompliziert und zeitaufwändig – die meisten der notwendigen PET-Marker sind nur an spezialisierten Abteilungen verfügbar. Auch hier ist es an einer Universität gewährleistet, dass diese Technologien dem Patienten frühzeitig zu Nutze kommen.

Im Bereich der medikamentösen Kombinationstherapie werden neue Substanzen im Regelfalle zunächst an Universitäten eingesetzt. So verfügt die Strahlentherapie der Universität München über tiefgehende Erfahrungen mit den zielgerichteten Wirkungsverstärkern Cetuximab und Avastin in der Kombination mit Strahlentherapie. 

Auch die Tatsache, dass die Strahlenklinik der Universität München Herausgeber einer der weltweit führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften im Bereich der Strahlentherapie ist, führt automatisch dazu, dass neuestes Wissen unseren Patienten so früh wie irgend möglich zugute kommt.

Optimale Behandlung durch Erfahrung

In der Abteilung für Strahlentherapie der Universität München sind momentan 9 Oberärzte/Fachärzte für Strahlentherapie mit unterschiedlichen Schwerpunkten beschäftigt. Im Bereich der Medizinischen Physik kann die Abteilung auf 10 zum Teil langjährig erfahrene Mitarbeiter für die Dosisberechnung zurückgreifen. Somit können alle unsere Patienten auf eine einzigartige Konzentration aus Wissen und Erfahrung zurückgreifen.

Da alle Therapiekonzepte und Bestrahlungspläne in einer gemeinsamen Besprechung analysiert werden, wird sichergestellt, dass die Bestrahlungspläne optimal an die jeweilige Erkrankung angepasst sind.

Neben den Ärzten benötigt eine Strahlentherapie das hoch spezialisierte Wissen von Medizinphysikern. Auch hier verfügt die Strahlenklinik der Universität München mit 10 Medizinphysikern unterschiedlicher Schwerpunkte über eine optimale Kompetenz. Diese sichert die technologische Qualität der Behandlungen und erlaubt auch feinste computermodulierte Vorausberechnungen der Dosisverteilungen.

Optimale Therapie durch Menschlichkeit

Alle Mitarbeiter werden im Umgang mit den zum Teil schwerkranken Patienten intensiv geschult. Schwierige Situationen werden regelhaft in den internen Besprechungen analysiert und Wege zur Lösung erarbeitet. Trotz aller nötigen Konzentration auf die perfekte Beherrschung unserer Geräte, ist es unser höchstes Bestreben immer den kranken Menschen und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt zu sehen.

Kritik

Auch wenn wir alles daran setzen, unser Leitbild „Technologie, Kompetenz und Menschlichkeit“ zu erfüllen, kann es Störungen im Miteinander geben. Dies können kleine Missverständnisse sein, nicht erfüllte Erwartungen, echte Versäumnisse und auch Fehler. Hier gebe ich immer zu allererst bedenken, dass Ärzte, Pflegende, MTRA’s, Physiker "nur" Menschen sind. Der Umgang mit den schwerkranken Patienten verlangt auch den Mitarbeitern manchmal "Übermenschliches" ab. So bitte ich immer um ein wenig Verständnis, wenn nicht immer alles so klappt wie es soll.

Zunächst empfehle ich immer das direkte Gespräch zu suchen und offen zu fragen "warum etwas so ist" oder zu sagen "wo etwas nicht so war, wie es sein sollte". Wenn dieser Weg Ihnen nicht ausreichend erscheint, so bitte ich Sie die Kritik an den jeweiligen Oberarzt oder an mich zu richten.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen einen guten und erfolgreichen Verlauf der Behandlung

 

Prof. Claus Belka

 

  Verantwortliche(r) für den Inhalt: Prof. Dr. Belka