Startseite » •Behandlungsspektrum » Urologische Tumoren

Urologische Tumoren

Als Urothelkarzinom der Harnblase/Blasenkarzinom wird eine bösartige Neubildung bezeichnet, die vom Epithel der harnableitenden Wege (Urothel) ihren Ausgang nimmt.

Die Therapie erfolgt stadienabhängig entweder mit einer sog. TUR-B (endoskopische Abtragung des befallenen Blasenbereichs), einer lokalen Chemotherapie, einer Strahlentherapie oder der operativen Entfernung der Harnblase (ggf. inklusive der umliegenden Lymphknoten/Organe). Die Strahlentherapie, evtl. in Kombination mit einer strahlenverstärkenden Chemotherapie, stellt gerade bei älteren, vorerkrankten Patienten eine hervorragende Alternative zur oftmals radikalen Operation dar: Bei etwa 70 % der bestrahlten Patienten kann bei gleichen Überlebensraten die Blase mit guter Funktion erhalten werden.

 

 

Die insgesamt seltenen bösartigen Tumoren der Niere können sich aus verschiedenen Geweben bilden. Das sog. Nierenzellkarzinom stellt darunter die häufigste Erkrankung dar und geht von den Zellen der Harnkanälchen aus.

Die operative Entfernung stellt im lokal begrenzten Stadium den Goldstandard dar. Falls eine Operation z. B. aufgrund Begleiterkrankungen des Patienten nicht möglich ist, kann durch die Nieren-Stereotaxie  eine gute lokale Kontrolle des Nierentumors mit großteils erhaltener Nierenfunktion erreicht werden. Im fortgeschrittenen Stadium kommen sog. „zielgerichtete Substanzen“ (targeted therapies) und Immuntherapien zum Einsatz. Im metastasierten Stadium kann die Strahlentherapie z. B. bei Knochenmetastasen Schmerzen lindern und z. B. bei Hirnmetastasen vor lokalen Beschwerden schützen.

Alle Patienten werden interdisziplinär in unserem urologischen Tumorboard besprochen: Dort legen Urologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen gemeinsam die optimale Therapie in Abhängigkeit vom Stadium der Erkrankung und dem Allgemeinbefinden fest.

Über die Einzelheiten der Therapien werden Sie im persönlichen Gespräch individuell beraten.