Startseite » •Behandlungsspektrum » Ösophaguskarzinom

Ösophaguskarzinome

Das Ösophaguskarzinom ist eine bösartige Neubildung der Speiseröhre. Prinzipiell unterscheidet man feingeweblich zwischen den häufig im unteren Speiseröhrendrittel gelegenen Adenokarzinomen und den Plattenepithelkarzinomen, die in der gesamten Speiseröhre auftreten können.

Bei frühen Ösophaguskarzinomen stellt die Operation die Therapie der Wahl dar. Patienten mit fortgeschrittenen, lokalisierten Tumoren des Ösophagus bedürfen häufig einer Strahlentherapie, entweder in Kombination mit einer Operation (dann vorzugsweise vor OP als sog. präoperative Therapie) oder als alleinige (sog. definitive/primäre) Therapie. In aller Regel wird die Bestrahlung mit einer Chemotherapie kombiniert, um eine höhere Wirksamkeit zu erzielen. Alle Patienten, die an einem Ösophaguskarzinom erkrankt sind, werden interdisziplinär in unserem gastrointestinalen Tumorboard besprochen: Dort legen Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen gemeinsam die optimale Therapie in Abhängigkeit vom Stadium der Erkrankung und dem Allgemeinbefinden fest.

In unserer Klinik wird eine Strahlentherapie auf Basis hochauflösender Bildgebungsverfahren (Endosonographie, PET-CT etc.) zur genauen Darstellung des Tumors und der betroffenen Lymphknotenstationen geplant und durchgeführt. Für die Bestrahlung stehen die modernsten Bestrahlungsverfahren zur Verfügung, insbesondere die sog. intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT) und die bildgeführte Radiotherapie (IGRT). Auf diese Weise wird eine Therapie mit hoher Präzision zur Erzielung optimaler Wirkung bei gleichzeitiger Minimierung der Nebenwirkungen am Herz und an den Lungen ermöglicht. Neben der Bestrahlung „von außen“(perkutan) bietet die Brachytherapie eine elegante, wirkungsvolle und nebenwirkungsarme Methode zur weiteren Dosisaufsättigung im Tumorbereich.

 

Über die Einzelheiten der Therapien werden Sie im persönlichen Gespräch individuell beraten.