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Knochen- und Weichteiltumoren

Sarkome sind seltene bösartige Tumoren, die von Weichteilgewebe (z.B. Binde-, Muskel-, Fettgewebe) oder vom Knochen ausgehen. Sie zeichnen sich durch eine hohe Tendenz aus, an ihrer Entstehungsstelle (auch nach einer chirurgischen Entfernung) erneut aufzutreten. Bei der Behandlung von Sarkomen ist somit das Zusammenspiel von verschiedenen Fachdisziplinen (Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie) von hoher Relevanz. Patienten mit Verdacht auf eine solche Erkrankung sollten daher immer in spezialisierten Zentren wie dem Sarkomzentrum der Universität München vorgestellt werden. Hier erfolgt die Therapiefestlegung und-koordination. Durch das enge Zusammenspiel der verschiedenen Disziplinen kann für jeden Patienten individuell die für ihn am besten geeignete Therapie eruiert werden, sodass heute einschränkende Eingriffe (wie beispielsweise Amputationen) zu einem sehr großen Teil vermieden werden können. Im Rahmen dieser Tumorkonferenzen wird unter anderem entschieden, ob die Strahlentherapie nach einer Operation durchgeführt werden soll (um mikroskopisch noch vorhandene, für den Chirurgen und Radiologen nicht sichtbare Tumorzellen abzutöten) oder ob eine Bestrahlung vor der geplanten Operation (zur Tumorvolumenreduktion und Verminderung einer möglichen Zellverschleppung im Rahmen der Operation) zu bevorzugen ist.

Die Strahlentherapie bei Sarkomen kann „von außen“ (perkutane Strahlentherapie) oder „von innen“ (Brachytherapie mittels während eine Operation gelegten Bestrahlungs-Kathetern) erfolgen. Alle relevanten Verfahren (IMRT, IGRT, katheterbasierte Brachytherapie) sind etabliert und werden regelhaft angewendet.

 

Über die Einzelheiten der Therapie werden Sie im persönlichen Gespräch individuell beraten.