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Hirn-/ Rückenmarkstumoren

Zu den primären Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks zählen alle gut- und bösartigen Neubildungen, die von der Gehirn- bzw. Rückenmarkssubstanz selbst oder den sie umgebenden Hirnhäuten ausgehen. Insgesamt sind diese Erkrankungen relativ selten. Häufiger sind die sekundären Hirntumoren. Darunter versteht man im Gehirn gelegene Tochtergeschwülste (Metastasen) von in anderen Organen entstandenen Krebserkrankungen.

In der Neuroonkologie (d.h. der Behandlung von primären und sekundären Gehirn- und Rückenmarkstumoren) besitzt die Strahlentherapie einen besonderen Stellenwert, da Tumoren im Gehirn aufgrund des Wachstumsmusters häufig nicht oder nicht komplett operativ entfernt werden können. Je nach Ausbreitungsverhalten des Tumors kann eine lokale Bestrahlung bzw. eine Strahlenchemotherapie alleine oder nach einer Operation das Risiko für das Wiederauftreten der Erkrankung vermindern.

Bei einzelnen Metastasen im Gehirn können diese mit einer präzise applizierten hohen Dosis in einer einzigen Therapiesitzung stereotaktisch bestrahlt werden. Liegt eine diffuse Hirnmetastasierung vor, kann eine Ganzhirnbestrahlung indiziert sein. Das bestmögliche Behandlungskonzept für jeden Patienten wird in interdisziplinären Konferenzen (Tumorboards) mit den Kollegen der Neurochirurgie, Neuroonkologie, RadiologieNeuroradiologieNuklearmedizin, Pathologie und Neurologie gemeinsam festgelegt.

 

Über die Einzelheiten der Therapie werden Sie im persönlichen Gespräch individuell beraten.

FET-PET

Abb.1: Verwendung der FET-PET Bildgebung zur genauen Erfassung der Tumorausdehnung eines malignen Glioms (@ PD Dr. C. La Fougère, Klinik für Nuklearmedizin, LMU München).

Dotatate PET

Abb.2 Abgrenzung des Tuors durch das DOTATATE-PET (Mitte) im Vergleich zum MRT bei einem Meningeom(HP = Hypophyse)