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Klinik und Poliklinik für Radiologie
Schmerztherapie
Schmerztherapie
Rückenschmerzen bedeuten heutzutage für viele Menschen eine wesentliche Minderung der Lebensqualität. An unserer Klinik und Poliklinik stehen unterschiedliche bildgestützte lokale Schmerztherapien zur Verfügung die im Folgenden forgestellt werden.
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Für weitere Fragen zur Indikationsstellung sowie Koordination von radiologischen, minimalinvasiven Therapien steht Ihnen unsere Ambulanz  zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie uns hierzu Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00:


Telefon: (089) 4400 - 72752
Email: constantin.marschner@med.uni-muenchen.de (Arzt in der Ambulanz für Mikrotherapie)

Allgemeines

Rückenschmerzen bedeuten heutzutage für viele Menschen eine wesentliche Minderung der Lebensqualität. Die Ursachen von Rückenschmerzen sind vielfältig, häufige Gründe für die Beschwerden und Schmerzen sind in vielen Fällen Verschleißerscheinungen (degenerative Veränderungen) der Bandscheiben und der Zwischenwirbelgelenke, sowie chronische Fehlbelastungen bzw. Fehlhaltungen der Wirbelsäule. In der Folge kommt es durch fortgeschrittene Degenerationen und Bandscheibenvorwölbungen zu einer Einengung der Nervenkanäle an den Stellen, wo die Nervenstränge (Nervenwurzeln) aus dem Rückenmarkskanal austreten. Eine Reizung oder Kompression der Nervenwurzeln durch Bandscheibenmaterial, hypertrophierte Bänder oder knöcherne Anbauten führt zur Entstehung bzw. Verstärkung der Rückenschmerzen.

Als Folge leiden die Patienten unter zum Teil sehr störenden, die Lebensqualität einschränkenden, Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in die Leiste oder auch in das Bein der betroffenen Seite (bei degenerativen Prozessen der Lendenwirbelsäule) bzw. in den Arm (bei degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule). Beim Fortschreiten der oben beschriebenen Veränderungen kann es zusätzlich zu Gefühlsstörungen im entsprechenden Bein oder Arm kommen, wie zum Beispiel zu Kribbeln oder Taubheitsgefühlen.

Meistens lässt sich aus der Anamnese, in Korrelation mit der klinischen Symptomatik und der Bildgebung (CT/MRT) feststellen, ob die Ursache für die Beschwerden an einer Reizung der Nervenwurzel oder an den degenerativen Veränderungen der kleinen Zwischenwirbelgelenke liegt. Die Differenzierung dieser Ursachen ist jedoch nicht leicht, da häufig Kombinationen degenerativer Prozesse für die Schmerzen verantwortlich sind. In anderen Fällen können die Schmerzen auch eine nicht wirbelsäulenbedingte Ursache haben oder als chronischen Schmerzsyndrom durch andere Faktoren verstärkt werden.

Die Entscheidung zur Durchführung einer bildgestützten lokalen Schmerztherapie sollte in enger Zusammenarbeit mit den Fachkollegen aus der Orthopädie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie oder Neurologie erfolgen.

Angebotene Behandlungsmethoden

Die von uns angebotenen Behandlungsmethoden sind:

1)      die periradikuläre Therapie (PRT)

2)      die Facettengelenks-(FCG)Blockade oder Facettengelenks-(FCG)Infiltration

3)      die Iliosakralgelenks-Infiltration oder –Blockade.

 

Die Behandlung besteht darin, dass zwei Medikamente (Lokalanästhetikum und Kortisonpräparat) unter computertomographischer Sichtkontrolle millimetergenau an den Ort appliziert werden, an dem der Nerv bzw. die Zwischenwirbelgelenke und/oder Iliosakralgelenke gereizt sind. Die Injektion dieser Medikamente führt zu einer Abschwellung der Nervenwurzel bzw. Rückbildung der Aktivierung der Arthrose im betroffenen Gelenk, was meistens zu einer Linderung/Rückbildung der Beschwerden führt. Häufig tritt bereits nach unmittelbarer Infiltration eine Symptomlinderung ein. Die mittel- bis langfristigen Effekte der Schmerztherapie können erst nach einigen Tagen bis Wochen beurteilt werden.

Erfolgsaussichten

In einer Vielzahl der Fälle kann eine mittel- bis längerfristig anhaltende Schmerzreduktion bzw. Schmerzfreiheit erreicht werden. Eine entsprechende lokale Therapie kann wiederholt durchgeführt werden (ggf. sogar in 2-8 Sitzungen), wobei die Erfolgschancen mit zunehmender Infiltrationsfrequenz sinken. Die Entscheidung über die Anzahl und Art der Infiltrationstherapie wird individuell für jeden Patienten in den Gesprächen und nach Rücksprache mit den überweisenden Kollegen vor jeder Prozedur getroffen.

Risiken und Nebenwirkungen

Komplikationen bei diesen Behandlungen, wie zum Beispiel Blutungen, Infektionen oder   Allergien sind sehr selten bis extrem selten. Gelegentlich kann es durch die Kortisongabe zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Blutdruck- oder Blutzuckererhöhungen und Gesichtsrötung kommen. Diese sind aber in der Regel nur von kurzer Dauer. Da das Schmerzmittel in unmittelbarer Nähe der Nervenwurzel gespritzt wird, kann es in seltenen Fällen zu einer Schwäche bis hin zur Lähmungserscheinung in dem betroffenen Bein kommen, welche mehrere Minuten bis Stunden anhalten kann. Die Strahlenbelastung ist bei CT-gesteuerten Eingriffen ist als sehr gering einzustufen.
 
Verkehrstüchtigkeit:
 
Wir empfehlen den Patienten, von einer Begleitperson zur Behandlung gebracht und abgeholt zu werden, da temporär Gefühlsstörungen durch eine Betäubung z.B. der Nervenwurzel auftreten können und eine Verkehrstüchtigkeit somit nicht gewährleistet werden kann.  

Behandlungsablauf

Bevor wir die Behandlung durchführen, sollte zunächst eine Untersuchung durch einen Fachkollegen aus der Orthopädie, der Unfallchirurgie, der Neurologie oder Neurochirurgie erfolgt sein, um den Grund der Beschwerden abzuklären und um eine gezielte lokale Therapie an dem Ort der Schmerzentstehung zu gewährleisten. Andere Schmerzursachen wie Entzündungen oder Tumoren müssen im Vorfeld ausgeschlossen werden. Wenn der Arzt auf der Grundlage seiner klinischen Untersuchung in Zusammenschau mit den Bildbefunden (CT oder MRT) andere Behandlungsversuche nicht für sinnvoll hält, bzw. alternative Behandlungsversuche (konservative Therapie) bereits fehlgeschlagen oder unbefriedigend verlaufen sind, bieten wir eine gezielte, bildgestützte Schmerztherapie an.

Voraussetzung ist eine CT/MRT-Untersuchung, die nicht älter als 1 Jahr sein sollte, mit deren Hilfe die individuellen Gegebenheiten an der Wirbelsäule genau ermittelt werden können um die Intervention zu planen. Vor der Therapie erfolgt eine ausführliche ärztliche Aufklärung und Anamnese.

Die Behandlung selbst führen wir unter CT-gesteuerter Sichtkontrolle durch. Hierbei wird eine sehr dünne Nadel mit der Spitze an die geplante Stelle platziert (z.B. unmittelbar an der betroffenen Nervenwurzel). Die korrekte Lage der Nadel überprüfen wir anhand des CT-Bildes.

Bei Behandlungen im Bereich der Halswirbelsäule und bei der PRT im Bereich der Lendenwirbelsäule wird als zusätzliche Kontrolle der Nadellage und zur Optimierung der Verteilung der später gespritzten Medikamente eine kleine Menge von Röntgenkontrastmittel gespritzt. Anschließend injizieren wir ein Schmerzmittel und ein Kortisonpräparat über die einliegende Nadel am Ort der Schmerzentstehung.

Die Behandlung der Lendenwirbelsäule oder Brustwirbelsäule erfolgt in Bauchlage, die Behandlung der Halswirbelsäule meistens in Rückenlage, die Dauer beträgt in etwas 10 – 15 Minuten.

 

 
 

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