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Klinik und Poliklinik für Radiologie


PET/CT
PET/CT ist ein modernes Verfahren der Hybridbildgebung, das in einer Untersuchung die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT) verwendet.
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Prof. Dr. Clemens Cyran
Tel.: +49 89 4400-73620
Funk: 123-3846
Email: Clemens.Cyran@med.uni-muenchen.de

Fachgebiet und Aufgabenbereich

PET/CT ist ein modernes Verfahren der Hybridbildgebung, das in einer Untersuchung zwei unterschiedliche Techniken verwendet. Zum einen wird eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) durchgeführt, mit der molekulare Vorgänge auf zellulärer Ebene im menschlichen Körper dargestellt werden können. Hierzu werden geringste Mengen radioaktiv markierter Substanzen (=Tracer) vor Untersuchungsbeginn intravenös injiziert, die im Körper nach kurzer Wartezeit funktionelle oder molekulare Prozesse darstellen können. Je nach Fragestellung stehen für die klinische Untersuchung mehrere Tracer zur Verfügung, die zur Darstellung verschiedener Prozesse genutzt werden können. Radioaktiv markierter Zucker (18F-Fluordesoxyglukose) ist der am häufigsten verwendete Tracer, der insbesondere für die Untersuchung von bösartigen Tumoren und Entzündungen Anwendung findet. Die von den radioaktiv markierten Substanzen ausgehende, aus dem Körper austretende, geringe Strahlung wird mit ringförmig um den Patienten angeordneten Detektoren gemessen und zur Erstellung von Schnittbildern mit Lokalisation der radioaktiv markierten Substanzen im Körper genutzt. Zum anderen wird während der gleichen Untersuchung eine Computertomographie (CT) durchgeführt, um mit hoher räumlicher Auflösung die Anatomie der untersuchten Körperregion darzustellen. In einem weiteren Schritt werden die PET Bilder, die aus technischen Gründen eine nur eingeschränkte räumliche Auflösung haben, mit den hoch aufgelösten CT Bildern überlagert, um genau lokalisieren zu können, an welcher Stelle sich die vor der PET applizierte, radioaktive Substanz anlagert. So können über die anatomisch morphologische Bildinformation der CT hinaus komplementär funktionelle und molekulare Informationen über Körpergewebe gewonnen werden.

 

 



Klinischer Einsatzbereich:

1. PET/CT mit 18F-FDG

  • Bösartige Tumoren: da die meisten bösartigen Tumoren eine im Vergleich zu normalen Körpergeweben besonders hohe Stoffwechselaktivität besitzen (Warburg-Effekt), sammelt sich intravenös applizierter, radioaktiv markierter Zucker in Tumoren und möglichen Absiedelungen (Metastasen) an. Dies erlaubt eine besonders empfindliche Diagnostik zur Tumor-/Metastasensuche vor Therapiebeginn (=Staging), für Verlaufskontrollen unter Therapie (=Therapiemonitoring) und zur Rezidivdiagnostik nach überstandener Krebserkrankung.
  • Entzündungssuche: Patienten mit unklaren Entzündungszeichen (z. B. unklares Fieber) zur Identifikation von Entzündungsherden.

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2. PET/CT mit 68Ga-DOTA-TATE/DOTA-TOC
68Ga-DOTATATE/DOTA-TOC sind Somatostatinanaloga (Somatostatin-ähnliches Molekül). Somatostatin ist ein natürliches, im Körper vorkommendes Peptidhormon. Somatostatin-Analoga werden auf verschiedene Weise in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen eingesetzt. Mit 68Ga-DOTATATE/DOTA-TOC können Tumoren markiert werden, die Somatostatin-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche tragen. Dazu gehören unter anderem hochdifferenzierte neuroendokrine Tumoren (NET) sowie Meningeome.

  • Diagnostik neuroendokriner Tumoren
  • Verlaufskontrolle bei neuroendokrinen Tumoren unter Therapie
  • Diagnostik bei Meningeomen

 

3. PET/CT mit 18F/68Ga PSMA Ligand
Das prostata-spezifische Antigen (PSMA) ist ein membrangebundenes Polypeptid, das auf gesunden Prostatazellen vorkommt, jedoch von Prostatakarzinom-Zellen stärker exprimiert wird.

  • Diagnostik des Prostatakarzinoms
  • Therapiekontrolle bei Prostatakarzinoms
  • Rezidivsuche bei Zustand nach Prostatakarzinoms

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4. PET/CT mit 18F-DOPA

  • L-DOPA ist eine Aminosäure, die an verschiedenen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Sie dient als Vorläufer verschiedener biologisch relevanter Stoffe, unter anderem von Melanin, von Dopamin, von Adrenalin und Noradrenalin.
  • Diagnostik von Tumoren mit erhöhter Decarboxylase-Aktivität, u. a. Phäochromozytom, Paragangliome, medulläres Schilddrüsen-Carcinom.

 

Untersuchungsablauf:

Vorbereitung für die 18F-FDG PET/CT

Patienten müssen zur PET/CT Untersuchung mit 18F-FDG nüchtern erscheinen (min. 6 Stunden Nahrungskarenz, erlaubt sind in dieser Zeit jedoch ungesüßter Tee sowie Mineralwasser). Für Diabetiker gilt ein spezielles Untersuchungsprotokoll (sehr gerne geben wir telefonisch Auskunft unter 089 / 44007 4646). Für Untersuchungen mit 68Ga-DOTA-TATE, 18F/68Ga-PSMA oder 18F-DOPA können die Patienten vor der Untersuchung normal essen und trinken. Falls vorhanden, sollten auswärtige Vorbefunde und CT- bzw. MRT-Bilder mitgebracht werden, um eine zeitliche Verlaufsbeurteilung der Erkrankung zu ermöglichen.

Durchführung der Untersuchung

Nach der Patientenaufklärung und Anamnese (Krankheitsgeschichte) erfolgt vor der 18F-FDG PET/CT die Bestimmung des Blutzuckerwertes (in der Regel < 120 mg/dl). Bei Diabetikern sollte vor einer 18F-FDG PET/CT die Einstellung der Blutzucker-Werte optimiert werden. Nach Anlage eines intravenösen Zugangs, meist am Handrücken oder in der Ellenbeuge, werden kleine Mengen der schwach radioaktiven Tracer in die Blutbahn injiziert. Zusätzlich wird bei Ganzkörper-Untersuchungen mit onkologischer Fragestellung Furosemid, ein harntreibendes Medikament, appliziert, um die Ausscheidung der Radioaktivität zu beschleunigen. Bei fehlender Kontraindikation (Glaukom, Prostatahyperplasie) wird vor einer 18F-FDG PET/CT zusätzlich Buscopan zur Reduktion der Darmperistaltik appliziert, um eine unspezifische Anreicherung des 18F-FDG in der Darmwand zu reduzieren. Während einer bis zu 90-minütigen Ruhephase verteilt der Tracer sich im Körper und bindet an Zielstrukturen. Danach e rfolgen die eigentlichen Aufnahmen am PET/CT Scanner. Die Untersuchung dauert je nach Fragestellung und der zu untersuchenden Körperregion etwa zwischen 20 und 60 Minuten. Während der gesamten Untersuchung ist der Patient nicht allein, sondern wird von Medizinisch-Technischen Assistenten (MTRA) und dem zuständigen Arzt betreut.

 

Geräteausstattung:

Die Klinik und Poliklinik für Radiologie (Direktor Prof. Dr. J. Ricke) und die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin (Direktor Prof. Dr. P. Bartenstein) betreiben am Klinikum der Universität München an den Standorten Großhadern und Innenstadt gemeinsam insgesamt 3 PET/CT Geräte.

  • PET/CT Biograph mCT20 Excel (Siemens Healthineers, Erlangen)
  • PET/CT Biograph 64 (Siemens Healthineers, Erlangen)
  • PET/CT Discovery 690 (GE Healthcare, München)

 
 

 

Notfall-Interventionen

Telefon:

Montag bis Freitag

8-16 Uhr: 089-4400-73274

16-8 Uhr: 089-4400-44857

Samstag und Sonntag

0-24 Uhr: 089-4400-44857

 

Direkt-Links:

Therapie:

 
Diagnostik:

CEUS Workshop 2018

27. Interdisziplinärer CEUS Workshop: Gefäß- und Abdomensonographie

19.-21.11.2018 ab 09:00 Uhr, Hörsaal 8, Campus Großhadern

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