Klinik und Poliklinik für Radiologie
MRT Bildgebung

Magnetresonanztomographie (MRT / Kernspin)
Die Magnetresonanztomographie ist eine der modernsten Untersuchungsmethoden in der diagnostischen Radiologie und als radiologisches Schnittbildverfahren ein Verfahren, mit dem Bilder des gesamten Menschlichen Körpers in jeder gewünschten Ebene sowie funktionelle Untersuchungen durchgeführt werden können.
Bereichsleitung & Kontakt
Bereichsleitung MRT

Bereichsleitung

PD Dr. Sophia Stöcklein, Oberärztin
Tel.: +49 89 4400-73620
Funk: 123-3533
Email: Sophia.Stoecklein@med.uni-muenchen.de 

Terminvergabe

Für die Terminvereinbarung von MRT-Untersuchungen wenden Sie sich bitte an die zentrale Terminvergabe MRT

Tel.: 089/4400-59100 oder 59101



Kontakt-MRT Großhadern:

Marchioninistr. 15
81377 München

Tel.: 089/4400-73001

 

Kontakt-MRT Innenstadt:

Chirurgische Klinik
Nussbaumst. 20
80336 München

Medizinische Klinik
Ziemssenstrasse 1
80336 München

Tel.: 089/4400-59210

Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie ist eine der modernsten Untersuchungsmethoden in der diagnostischen Radiologie und als Schnittbildverfahren eine Technik, mit der Bilder des gesamten menschlichen Körpers in jeder gewünschten Ebene sowie funktionelle Untersuchungen ohne Strahlenexposition aufgenommen werden können. Die Untersuchung beruht auf einem starken, ständig vorhandenen Magnetfeld, in das der Patient im Gerät eingebracht wird, in Kombination mit Radiofrequenzimpulsen, die während der Untersuchung geschaltet werden und kommt im Gegensatz zur Computertomographie oder dem konventionellen Röntgen gänzlich ohne Röntgenstrahlen aus.

 

MRT Bildgebung

Axiale MRT-Schicht durch das Gehirn (T2w-Sequenz)


Viele MRT Untersuchungen, vor allem die des Bewegungsapparats, können ohne Kontrastmittel durchgeführt werden. Untersuchungen bei Fragestellungen in Bezug auf Tumorerkrankungen sowie entzündlichen Veränderungen führt eine Kontrastmittelgabe jedoch zu einem deutlichen Informationszugewinn.

Bisher sind keine Schädigungen durch die bei der MRT verwendeten hohen Magnetfelder oder die elektromagnetischen Radiofrequenzimpulse bekannt.
Untersuchungsablauf

Um Ihnen den Untersuchungsablauf zu erklären und individuelle Kontraindikation oder spezielle Risiken zu vermeiden, bitten wir Sie zunächst den Aufklärungsbogen "Magnetresonanztomographie" zu lesen. Diesen erhalten Sie vor der Untersuchung an unserer Anmeldung. Anschließend werden Sie von einer Schwester / einem Pfleger auf die Untersuchung vorbereitet und einer Ärztin / einem Arzt über den Ablauf der Untersuchung informiert. Hier können Sie alle aufkommenden Fragen besprechen.

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Für eine MR-Untersuchung sollten Sie je nach Fragestellung 20-60 Minuten Untersuchungszeit einplanen. Vor der Untersuchung müssen alle magnetischen Gegenstände wie Schmuck, Geldbörse, Scheckkarten, Schlüssel, Uhr, etc. abgelegt werden. Patienten mit einem Herzschrittmacher oder einer Innenohrprothese (Cochleaimplant) oder ähnlichen, implantierten Geräten können unter speziellen Bedingungen untersucht werden, einzelne Geräte sind möglicherweise auch nicht MRT tauglich. Bitte informieren Sie uns bereits bei der Anmeldung zur Untersuchung über derartige Geräte und legen uns den „Gerätepass“ vor.

Zur Untersuchung muss die zu untersuchende Körperregion in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren werden. Die Röhre bleibt während der gesamten Untersuchung geöffnet, sie ist hell und gut belüftet. Zur genaueren Aufnahme der Bilder wird bei der Untersuchung bestimmter Körperregionen eine sogenannte „Spule“ zur besseren Aufnahme des Signals aufgelegt. Das Untersuchungsgerät befindet sich in einem abgeschirmten Raum und wird vom Nebenraum gesteuert. Wir können Sie jedoch währen der gesamten Untersuchung durch ein Fenster und eine Kamera überwachen. Durch eine Gegensprechanlage können Sie während der Untersuchung mit dem Arzt und der Medizinisch-Technischen Radiologie-Assistentin (MTRA) sprechen. Wir können Sie während der Untersuchung die ganze Zeit sehen, so dass Ihnen nichts passieren kann. Während der Untersuchung müssen Sie ganz ruhig liegen, damit die Aufnahmen nicht verwackelt werden.

Bei der Untersuchung kommt es zu einem Klopfgeräusch. Dies ist normal und muss Sie nicht beunruhigen. Während des ca. 3-4 Minuten dauernden Klopfens wird jeweils eine Messung ausgeführt. In den dazwischenliegenden Pausen berechnet der Computer die Daten. Um die Lärmbelästigung zu reduzieren erhalten Sie einen Gehörschutz. Auf Wunsch können Sie während der Untersuchung über Kopfhörer Musik hören.

Klinischer Einsatzbereich

Die Magnetresonanztomographie ist heute eine der wichtigsten bildgebenden Verfahren zur Darstellung von Krankheitsprozessen. Da durch diese Methode ein besonders guter Weichteilkontrast erzeugt werden kann, eignet sich die MRT vor allem für die Diagnostik des Schädels, der Wirbelsäule, der Bauchorgane, des Beckens sowie der Gelenke der Extremitäten. Die MRT ist zudem auch bei speziellen Fragestellungen des Herzens oder Gefäßsystems indiziert. Aufgrund der fehlenden Strahlenexposition ist die MRT ebenso zur Untersuchung von Kindern und schwangeren Frauen (ab dem 4. Monat) bestens geeignet. Die tatsächliche Indikation kann jedoch nur bei einer genauen Angabe der Fragestellung durch den überweisenden Arzt und nach Abwägung alternativer Untersuchungsmethoden, z.B. CT oder Ultraschall, durch den verantwortlichen Radiologen gestellt werden.

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Kontraindikationen - wann kann keine MRT durchgeführt werden

Patienten mit Herzschrittmacher, Innenohrprothese, implantierter Insulinpumpe oder Nervenstimulationsgeräten dürfen nur mit besonderer Vorsicht untersucht werden. Ob, und wenn ja, mit welchen Vorsichtsmaßnahmen MRT Untersuchungen in diesem Fall durchgeführt werden können, hängt vom jeweiligen Modell des implantierten Geräts ab. Bitte informieren Sie uns so früh wie möglich, ob Sie Träger eines solchen Geräts sind und legen uns den „Gerätepass“ vor. Viele der in den letzten Jahren implantierten Schrittmacher sind bereits für MRT Untersuchungen zugelassen, in diesen Fällen führen wir die Untersuchung in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kardiologie durch.

Patienten mit Herzklappenersatz können nach Absprache mit dem MR-Arzt und Vorlage des Klappenpass meist untersucht werden. Auch Stents in den Herzkranzgefäßen und anderen Blutgefäßen stellen meist kein Problem dar.

Bei schwangeren Frauen wird aus Sicherheitsgründen in den ersten 12 Wochen einer Schwangerschaft besonders genau überprüft, ob eine Magnetresonanztomographie durchgeführt werden muss.

Vorsichtsmaßnahmen können erforderlich sein bei vorbestehenden Allergien und Nierenerkrankungen. Bei bekannter Kontrastmittelallergie ist die Indikation zur Untersuchung unter sorgfältigem Abwägen zu treffen; gegebenenfalls ist auch eine MRT Untersuchung mit Verzicht auf intravenöse Kontrastmittelgabe zu diskutieren.

Kontrastmittel
Viele MRT Untersuchungen können ohne die Gabe eines Kontrastmittels durchgeführt werden. Bei ebenfalls vielen MRT Untersuchungen führt die Gabe von Kontrastmittel jedoch zu einem deutlichen Zugewinn an Informationen. Nicht selten kann erst durch die Kontrastmittelgabe die genaue Diagnose gestellt werden.


Das Kontrastmittel ist in der Regel sehr gut verträglich und kann auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Obwohl keine schädigenden Wirkungen bekannt sind, erhalten schwangere Frauen aus Sicherheitsgründen kein Kontrastmittel. Stillende Frauen sollen ebenfalls aus Sicherheitsgründen 24 Stunden nach einer Kontrastmittelgabe ihre Milch abpumpen und verwerfen.

In den letzten Jahren wurden auch organspezifische Kontrastmittel entwickelt, wie zum Beispiel leberspezifische Kontrastmittel, bei deren klinischer Erforschung Arbeitsgruppen unseres Instituts mitgewirkt haben.

Wir stellen die Indikation zur Kontrastmittelgabe bei jedem Patienten individuell und halten uns an die neuesten Empfehlungen und Richtlinien der Fachgesellschaften und Sicherheitsbehörden. Es kommen ausschließlich Kontrastmittel zur Anwendung, die von der „European Medicines Agency“ (EMA) als „sicher“ und „niedrig-Risiko“ eingestuft sind.
Geräteausstattung
An unseren beiden Standorten Campus Großhadern und Campus Innenstadt betreibt die Klinik und Poliklinik für Radiologie insgesamt 7 MRT Großgeräte:

  • 2 x Magnetom Aera (1,5 Tesla, Siemens Healthineers)
  • Magnetom Skyra (3,0 Tesla, Siemens Healthineers)
  • Magnetom Avanto (1,5 Tesla, Siemens Healthineers)
  • Ingenia (1,5 Tesla, Philips)
  • Ingenia S (1,5 Tesla, Philips)
  • Ingenia (3,0 Tesla, Phlips)
Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich ein Beruhigungsmittel erhalten?

Manche Menschen haben Probleme in dem röhrenartig empfundenen Untersuchungsgerät zu liegen (Klaustrophobie). In den letzten Jahren wurden die Magneten kürzer und mit weiterer Öffnung gebaut. Infolgedessen tritt seltener eine Klaustrophobie ein. Sollten Sie dennoch Probleme haben, so kann durchaus ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Beachten Sie jedoch, dass Sie, wenn Sie ambulant zur Untersuchung kommen, nach der Gabe des Beruhigungsmittel nur in Begleitung die Abteilung verlassen können und nicht fahrtüchtig sind.


Ich habe das Kontrastmittel bei der Computertomographie oder bei einer anderen Röntgenuntersuchung nicht vertragen. Darf ich nun MR-Kontrastmittel erhalten?

Das MRT-Kontrastmittel (Gadolinium-Komplexe) ist in der Regel sehr gut verträglich und kann auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden da keine Kreuzreaktionen bekannt sind. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden.


Kann ich mit Amalgamfüllungen, Zahnprothesen usw. zur MR-Untersuchung kommen?

Ja, lediglich herausnehmbare Zahnprothesen sollten vor der Untersuchung in der Kabine abgelegt werden.


Ist die Gabe von Kontrastmittel wirklich notwendig?

Durch die Gabe von Kontrastmittel werden zusätzliche und häufig entscheidende Informationen gewonnen. Dies erhöht die Diagnosesicherheit bzw. ermöglicht in manchen Fällen erst die Diagnose. Bei jedem Patienten wird die Indikation zur Kontrastmittelgabe individuell geprüft.

 
 

 

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CEUS Workshop 2018

27. Interdisziplinärer CEUS Workshop: Gefäß- und Abdomensonographie

19.-21.11.2018 ab 09:00 Uhr, Hörsaal 8, Campus Großhadern

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