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Klinik und Poliklinik für Radiologie
Gefäßmedizin
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Zahlreiche Gefäßerkrankungen lassen sich mit bildgebenden Verfahren erkennen und beurteilen. Bei einigen Krankheitsbildern besteht zudem die Möglichkeit der minimalinvasiven interventionellen Behandlung (Angiographie).

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Für weitere Fragne zur Indikationsstellung sowie Koordination von radiologischen, minimalinvasiven Therapien steht Ihnen unsere Ambulanz zur Verfügung.
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Email: Maria.Ingenerf@med.uni-muenchen.de (Ärztin in der Ambulanz für Mikrotherapie)
Fachgebiet und Aufgabenbereich

Zahlreiche Gefäßerkrankungen lassen sich mit bildgebenden Verfahren erkennen und beurteilen. Wenn Sie vermuten, dass Sie an einer Gefäßerkrankung leiden, sind erste Maßnahmen eine gezielte Anamnese, körperliche Untersuchung und Beratung durch einen Hausarzt oder einen Facharzt für Gefäßerkankungen. Oft werden ergänzend eine Blutdruckmessung und Ultraschalluntersuchung(Sonographie) durchgeführt. Ist zusätzlich eine weitere bildgebende Diagnostik notwendig, so wird Ihr behandelnder Arzt zusammen mit Ihnen die geeignete Untersuchungstechnik auswählen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht, welche Untersuchungstechniken bei einigen der häufigsten Gefäßerkrankungen üblicherweise zum Einsatz kommen. Bei einigen Krankheitsbildern besteht die Möglichkeit der minimalinvasiven interventionellen Behandlung (Angiographie).

 

Hand Niere

Ausgewählte Krankheitsbilder

Aneurysma

Dabei handelt es sich um eine umschriebene Erweiterung oder Aussackung der Gefäßwand. Aneurysmen können in Abhängigkeit von ihrer Lokalisation und Größe entweder mit Hilfe einer Sonographie (Ultraschalluntersuchung), einer Computertomographie (CT), einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder auch einer Digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) diagnostiziert werden. Innerhalb der Aussackungen können sich Blutgerinnsel bilden, welche bei Verschleppung zu vollständigen Gefäßverschlüssen führen können. Besonders bedeutsam sind Aneurysmen der Hauptschlagader (Aorta). In Anhängigkeit von Größe und Lokalisation des Aneurysmas kann dieses entweder minimal-invasiv oder operativ behandelt werden.

Aortendissektion

Die Dissektion der Hauptschlagader ist eine akut lebensbedrohliche Erkrankung. Ursache dafür ist ein Riss der innersten Wandschicht der Hauptschlagader. Dadurch gelangt Blut zwischen die einzelnen Wandschichten der Hauptschlagader und führt so zu einer Instabilität der Gefäßwand. Die Aortendissektion kann zu Durchblutungsstörungen verschiedener Organe oder zu einem kompletten Riss der Aortenwand führen. Mit Hilfe der computertomographischen Angiographiekönnen derartige Einrisse der Hauptschlagader sicher diagnostiziert werden. Bei Patienten, die an schweren Nierenerkrankungen leiden, kann alternativ eine magnetresonanztomographische Angiographie durchgeführt werden. In Anhängigkeit von Ausmaß und Schweregrad der Aortendissektion kann diese entweder operativ oder minimal-invasiv im Rahmen einer digitalen Subtraktionsangiographie behandelt werden.

Arterielle Verschlusskrankheit

Die arterielle Verschlusskrankheit beruht auf einer Arteriosklerose und betrifft mit zunehmendem Alter nahezu alle Abschnitte des Gefäßsystems. Sie kann so zu schwerwiegenden Erkrankungen wie z.B. einem Herzinfarkt, einem Schlagafall oder der  „Schaufensterkrankheit“ führen. Die Einengungen und Verschlüsse der Gefäße werden meist mit Hilfe der Sonographie, der computertomographischen Angiographie oder der magnetresonanztomographische Angiographie festgestellt. Im Rahmen einer digitalen Subtraktionsangiographie können Gefäßverschlüsse der Hals-, Arm-, Bein-, Eingeweide- und Nierengefäße durch eine Ballon-Aufdehnung (Perkutane trasluminale Angioplastie, PTA) und die Implantation einer kleinen Gefäßstütze (Stent-Implantation) behandelt werden.

Akute Gefäßverschlüsse und Embolien

Ein akuter Gefäßverschluss verursacht im betroffenen Versorgungsgebiet eine mangelhafte Sauerstoffversorgung. Oft wird diese Unterversorgung durch ein kleines Blutgerinnsel ausgelöst, welches das Gefäß verstopft. Das Blutgerinnsel entsteht meist an einer anderen Stelle des Körpers, z.B. im Herzen, und wird dann vom Blutfluss verschleppt, weshalb man es auch als Embolus bezeichnet. Akute Gefäßverschlüsse werden meist mit Hilfe der Sonographie, der computertomographischen Angiographie oder der magnetresonanztomographische Angiographie festgestellt. Um dieses Blutgerinnsel schnell aufzulösen, bevor der betroffene Körperabschnitt dauerhaft Schaden nimmt, kann im Rahmen einer digitalen Subtraktionsangiographieentweder eine minimal-invasive Thrombektomie oder eine minimal-invasive Lysetherapie durchgeführt werden.

Gefäßmissbildungen

Unter diesem Begriff wird eine sehr variable Gruppe an Gefäßveränderungen zusammengefasst, die angeboren oder z.B. durch Verletzungen oder Entzündungen entstanden sein können. In der Regel verursachen kleinere Gefäßmissbildungen keine wesentlichen Beschwerden, sind jedoch kosmetisch störend. Größere Gefäßmissbildungen gehen meistens mit Kurzschlüssen zwischen Arterien und Venen einher und können deshalb eine Belastung für das Herz darstellen. Die genaue Ausdehnung der Gefäßverschlüsse kann mit Hilfe einer computertomographischen oder magnetresonanztomographischen Angiographie festgestellt werden. Im Rahmen einer digitalen Subtraktionsangiographie können die Gefäßmissbildungen mit Hilfe verschiedener Gewebeklebstoffe minimal-invasiv verschlossen werden.

Tiefe Venenthrombose

Ursache dieser Erkrankung sind Blutgerinnsel (Thromben), die sich innerhalb der großen Arm- und Beinvenen oder sogar innerhalb der großen Hohlvene bilden. Die Blutgerinnsel verstopfen die betroffenen Gefäße und verhindern so den Blutabfluss, was starke Schmerzen verursacht. Risikofaktoren für eine Thrombose sind Störungen der Blutgerinnung, Immobilisation, manche Medikamente, wie z.B. die Anti-Baby-Pille, und ausgedehnte Operationen. Festgestellt werden Thrombosen meist mit Hilfe der Sonographie. Im Rahmen einer digitalen Subtraktionsangiographie können Thrombosen minimal-invasiv mit Hilfe eines Ultraschall-Katheters oder durch eine Lysetherapie behandelt werden. Anschließend müssen die Patienten noch einige Zeit lang blutverdünnende Medikamente einnehmen. Die blutverdünnende oder minimal-invasive Therapie der Thrombosen ist sehr wichtig, da die Blutgerinnsel bei Verschleppung zu lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen der Lunge (Lungenembolie) bzw. zu langwierigen und schwer behandelbaren Stauungsbeschwerden („postthrombotisches Syndrom“) führen können.

Vaskulitiden

Dabei handelt es sich um eine sehr variable Gruppe verschiedener Krankheitsbilder, die auf Entzündungen der Gefäßwände beruhen. Betroffen sein können davon sowohl Venen, aber auch Arterien, sowie Gefäße jeglicher Größe von der Hauptschlagader, bis zum mikroskopisch kleinen Hautgefäß. Mit Hilfe der Magnetresonanztomographie und der Positronen-Emissionstomographie (PET)können Vaskulitiden der großen Gefäße erkannt werden. Entzündlichen Gefäßwandveränderungen von kleinen Gefäßen und Gefäßen, die sich innerhalb der Baucheingeweide befinden, werden mit Hilfe der digitalen Subtraktionsangiographie festgestellt.

Varikozelen und Venous Congestion

Der Begriff Varikozele beschreibt eine krampfaderartige Veränderung der Hodenvene. Das Venous-Congestion-Syndrom bezeichnet die entsprechende Veränderung an der Eierstockvene der Frau. Beim Mann schimmert die Varikozele meist durch die Haut des Hodens. Ihre exakte Ausdehnung kann mit Hilfe der Sonographie festgestellt werden. Bei der Frau befinden sich die Krampfadern tief im Becken und werden meist zufällig im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung oder Computertomographie bzw. Magnetresonanztomographiefestgestellt. Beide Krankheitsbilder entwickeln sich in der Pubertät oder im frühen Erwachsenalter und sollten behandelt werden, da sie zur Unfruchtbarkeit und chronischen Beschwerden führen können. Im Rahmen einer digitalen Subtraktionsangiographie können Varikozele bzw. das Venous Congestion Syndrom mit Hilfe verschiedener Gewebeklebstoffe minimal-invasiv verschlossen werden.

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Angiologie
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