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Klinik und Poliklinik für Radiologie
Benigne Prostatahyperplasie
Prostata
Die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) ist eine nicht-operative Behandlungsmöglichkeit der gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH)
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Für weitere Fragen zur Indikationsstellung sowie Koordination von radiologischen, minimalinvasiven Therapien steht Ihnen unsere Ambulanz  zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie uns hierzu Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00:


Telefon: (089) 4400 - 72752
Email: constantin.marschner@med.uni-muenchen.de (Arzt in der Ambulanz für Mikrotherapie)

Allgemeine Informationen

Die Prostata-Arterien-Embolisation (PAE) ist eine nicht-operative Behandlungsmöglichkeit der gutartigen Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH). Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist die häufigste gutartige Tumorerkrankung des Mannes und tritt vorzugsweise in fortgeschrittenen Lebensjahren auf. Die BPH kann in vielen Fällen symptomlos verlaufen, nichtsdestotrotz entwickeln ca. ein Drittel der Betroffenen Symptome, die die Lebensqualität stark beeinträchtigen können. Häufiger Harndrang und Blasenentleerungsstörungen können die Folgen sein. Sollte die medikamentöse Therapie ohne Erfolg oder nicht mehr ausreichend sein, wird in der Regel eine operative Ausschälung der Prostata durchgeführt.

Die Prostata- Arterien-Embolisation stellt eine neue minimal-invasive Behandlungsmöglichkeit als Alternative zur operativen Therapie dar und erfolgt an unserem Standort unter kontrollierten Bedingungen in enger Zusammenarbeit unserer Klinik und Poliklinik für Radiologie mit der Urologischen Klinik und Poliklinik der LMU München am Standort Großhadern. Die interdisziplinäre Vorstellung der Betroffenen erfolgt sowohl in der urologischen als auch radiologischen Ambulanz vor der Planung und Durchführung der PAE als gemeinsames Assessment beider Abteilungen.

Prostata-Arterien-Embolisation

Obere Reihe: Kontrastverstärkte Dyna-CT (links) und MRT (rechts) eines Patienten mit gutartiger Prostatavergrößerung zur Planung der Prostata-Arterien-Embolisation (PAE).

Untere Reihe
: Kontrastverstärkte MRT mit Perfusionsmapping 6 Monate nach erfolgter PAE eines anderen Patienten zur Erfolgskontrolle (weniger durchblutete Areale innerhalb der hypertrophierten Transitionalzone).

Prostata-Arterien-Embolisation (PAE)

Über eine selektive Sondierung der die Prostata versorgenden Arterien im Rahmen einer angiographischen (gefäßdarstellenden) Untersuchung werden kleine Embolisationspartikel appliziert und somit die Durchblutung des vermehrten Prostatagewebes gemindert.

Dadurch soll eine Schrumpfung der Prostata erreicht und die Symptome einer Prostatavergrößerung verbessert werden. Anlehnend an alle etablierten Embolisationstherapien, wie z.B. einer Myomembolisation (gutartige Gebärmutterschleimhautgeschwülste) folgt durch die reduzierte Blutversorgung ein fibrotischer (narbiger) Umbau und damit resultierende Schrumpfung des behandelten Prostatagewebes.

Die Vorteile einer PAE ergeben sich aus

  • einer zumeinst nur leicht bis mäßig schmerzhaften Behandlung
  • in vielen Fällen wird eine Operation vermieden
  • oder der OP-Zeitpunkt in die spätere Zukunft verlagert
  • die Standardtherapie (Medikamente oder Operation) ist weiterhin möglich
     

Prostataembolisation

Sondierung der die Prostata versorgenden Arterien und nachfolgendem Gefäßverschluss.

Welche Ergebnisse sind zu erwarten?

Die Prostata-Arterien-Embolisation stellt ein innovatives, minimalinvasives und nicht operatives Verfahren dar, welches ohne Narkose durchgeführt werden kann.
Die bisherigen Studienergebnisse zu diesem Verfahren sind vielversprechend, Langzeiterfahrungen sind bisher noch begrenzt. Die aktuelle Studienlage belegt eine relevante Symptomlinderung bei ca. 80-90% der Patienten, wobei eine deutliche Verbesserung´des Harnstrahles noch nicht nachgewiesen werden konnte. Gelingt nur die Embolisation einer der beiden Prostataarterien, liegen die Erfolgsaussichten bei ca. 50%. Im Gegensatz zur TUR-P, bei der ein unmittelbarer Therapieeffekt eintritt, tritt eine Beschwerdelinderung nach der PAE erst nach 1½-3 Monaten ein.

Uns ist bewusst, dass trotz der großen Vielfalt an Informationsmaterialien aus diversen Quellen und dem Internet für den Einzelnen von Ihnen Fragen offen bleiben. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass die Erkrankung bei jedem Betroffenen in sehr unterschiedlicher Ausprägung vorliegen kann und auch einen individuell unterschiedlichen Verlauf nehmen kann.

Wir bieten am Standort Großhadern gerne ein Fachgespräch zur weiteren Information in unserer Ambulanz für Mikrotherapie an. Sie können uns auch direkt Patientenunterlagen (Aktuelle Arztbriefe, Bildgebung auf CD/DVD) mit Anfrage zu Therapieoptionen postalisch in unsere Ambulanz für Mikrotherapie am Standort in Großhadern zukommen lassen.

 
 

 

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27. Interdisziplinärer CEUS Workshop: Gefäß- und Abdomensonographie

19.-21.11.2018 ab 09:00 Uhr, Hörsaal 8, Campus Großhadern

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