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Klinik und Poliklinik für Radiologie
Arterielle Eingriffe
pAVK, AVM und arterielle Eingriffe
An der Klinik und Poliklinik für Radiologie bieten wir die angiographische Untersuchung mit minimal invasiver Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit im gesamten Körper an.
Kontakt

Für weitere Fragen zur Indikationsstellung sowie Koordination von radiologischen, minimalinvasiven Therapien steht Ihnen unsere Ambulanz  zur Verfügung.

Bitte kontaktieren Sie uns hierzu Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00:


Telefon: (089) 4400 - 72752
Email: constantin.marschner@med.uni-muenchen.de (Arzt in der Ambulanz für Mikrotherapie)

(Periphere) arterielle Verschlusskrankheit

Bei der arteriellen Verschlusskrankheit handelt es sich um eine chronische Erkrankung der Blutgefäße die das gesamte Gefäßsystem befallen kann und zu einem langsamen Verschluss der betroffenen Gefäße mit nachfolgender Minderversorgung der versorgten Gliedmaßen oder Organe bis hin zur Infarzierung führt.
 
Am häufigsten sind die Becken- und Beinarterien betroffen (pAVK/Schaufensterkrankheit). Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Angiologie leiden über 4,5 Millionen Menschen in Deutschland an der Krankheit. Hierbei kommt es durch eine Einengung der Gefäße zu belastungsabhängigen Schmerzen in den unteren Extremitäten, die beim Stehenbleiben sistieren. In fortgeschrittenen Krankheitsfällen kommt es zu Ruheschmerzen mit Parästhesien und schlussendlich auch zur Bildung von Wunden mit dem Risiko der Verlust der Extremität.

Arteriovenöse Malformationen (AVM)

Arteriovenöse Malformationen (AVM) sind angeborene Gefäßmissbildungen bei denen Arterien direkt mit Venen verbunden sind, ohne dass ein dazwischenliegendes Kapillarbett existiert.
Sie bestehen aus einem zentralen Nidus, in den die zuführende arterielle Gefäße münden und aus welchem die venösen Gefäße herausführen.
Wird dieser Nidus mithilfe von radiologisch-angiographischen Methoden verklebt bzw. embolisiert, tritt häufig Besserung ein und die Gefäßmissbildung schrumpft oder bleibt zumindest größenkonstant.

Arterielle Gefäßeingriffe

An der Klinik und Poliklinik für Radiologie bieten wir die angiographische Untersuchung mit minimal invasiver Behandlung der arteriellen Verschlusskrankheit im gesamten Körper an. Bei der angiographischen Untersuchung handelt es sich um die invasive (d.h. mit einer Gefäßpunktion verbundene) Darstellung von Gefäßen durch direkte Kontrastmittelgabe. Die zusätzliche Behandlung von angiographisch erhobenen Befunden (z.B. Gefäßengstellen) wird als minimal-invasive bzw. endovaskuläre Therapie bezeichnet. Unser Ziel ist es stets die Engstelle bzw. den Verschluss zu beseitigen um die Blutversorgung zum betroffenen Organ wiederherzustellen.
 
Die Fälle werden wöchentlich im interdiziplinären Gefäßkolloquium mit den Kollegen der Gefäßchirurgie (Prof. Tsilimparis) und Angiologie (Prof. Hoffmann) diskutiert um die bestmögliche Vorgehensweise zu gewährleisten.
 
Die Eingriffe werden in örtlicher Betäubung durchgeführt und benötigen keine Allgemeinnarkose. Die meisten Patienten können am Tag nach dem Eingriff die Klinik verlassen.
 
Folgende Krankheitsbilder, bzw. Organsysteme sind häufig betroffen und können in unserer Klinik behandelt werden:
-        Peripherer arterielle Verschlusskrankheit, pAVK (Schaufensterkrankheit)
-        Nierenarterieneinengungen bei Bluthochdruck oder Einschränkung der Nierenfunktion
-        Einengungen der Eingeweidearterien (A. mesenterica superior / Truncus coeliacus)
-        Einengungen der Halsschlagader (A. carotis)
-        Verschluss oder Verengungen von Dialyseshunts
-        Thrombosen (Bildung eines Blutgerinnsels im Gefäß)
-        Embolien (Verschleppung von Blutgerinnseln mit akutem Gefäßverschluss)
 
In der Klinik und Poliklinik für Radiologie werden unter anderem die folgenden minimal-invasiven Eingriffe zur Behandlung der o.g. Krankheitsbilder durchgeführt:
-        Klassische Ballonangioplastie (Ballonaufdehnung)
-        Medikamentenbeschichtete Ballonkatheter
-        Klassische Gefäßstützen (Stents, ballonaufdehnbar oder selbstaufdehnend)
-        Abdichtende Gefäßstützen (Gecoverte Stents)
-        Atherektomie (Abtragung der Gefäßwandverengung)
-        Mechanische Thrombektomie (Entfernung von Blutgerinnseln)
-        Klassische Thrombolyse (Medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln)
-        Ultraschallgestützte Thrombolyse (Auflösung von Blutgerinnseln mit Ultraschallwellen und Medikamenten)
-        CTO-Katheter (Katheter zur Behandlung langer, chronischer Gefäßverschlüsse)
 
Zusätzlich zur arteriellen Verschlusserkrankung werden in der Klinik und Poliklinik für Radiologie auch Aussackungen (Aneurysmen) von Gefäßen im gesamten Körper mit Ausnahme des Schädels behandelt:
-        Aneurysmen der Bauchschlagader (in Kooperation mit den Kollegen der Gefäßchirurgie)
-        Aneurysmen der Eingeweidearterien
-        Aneurysmen der Becken-Bein-Arterien
-        Endoleckage / Endoleak (Undichtigkeit nach Therapie eines Aneurysmas mit einer Stentprothese)
Auch hierfür steht die neueste Technologie zur Verfügung, einschließlich sogenannter Multilayer- bzw. Flow-Diverter-Stents, gecoverter Stentgrafts und fenestrierter Stentgrafts sowie Sandwich- und Chimney-Stent-Techniken.

 
 

 

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27. Interdisziplinärer CEUS Workshop: Gefäß- und Abdomensonographie

19.-21.11.2018 ab 09:00 Uhr, Hörsaal 8, Campus Großhadern

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