Station D1 | Spezialstation für Hirnstimulationsverfahren

Leitung

Prof. Dr. Nikolaos Koutsouleris

Unsere Station bietet 15 Betten in hellen, freundlichen Vierbettzimmern, einem Zweibett- und einem Einzelzimmer. Zusätzlich sind vier teilstationäre Behandlungsplätze vorhanden. Die Patienten werden von einem 15-köpfigen Team aus Ärzten/innen, Pflegekräften, einer Psychologin und einer Sozialpädagogin betreut.


Schwerpunkte

Unser Fokus liegt auf der Diagnose und Behandlung von Patienten mit depressiven Erkrankungen, die unter medikamentöser Therapie keine Besserung erfahren haben und eine zusätzliche Therapie mit Hirnstimulationsverfahren wünschen oder grundsätzlich ein nicht-medikamentöses Verfahren ausprobieren wollen.

Neben dem Schwerpunkt auf depressiven Erkrankungen werden auch Patienten mit anderen psychiatrischen Erkrankungen mit Hirnstimulationsverfahren behandelt.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Patienten mit Tourette-Syndrom.


Behandlungskonzept

  • Die Behandlung depressiver Störungen und auch des Tourette-Syndroms ist auf dieser Station seit vielen Jahren etabliert. Seit Januar 2015 werden zusätzlich Hirnstimulationsverfahren (rTMS, tDCS, tRNS, usw.) angeboten.
  • Ziel der Behandlung ist es, durch die Kombination aus Medikamenten und Hirnstimulationsverfahren eine raschere und anhaltende Besserung zu erreichen. Das kann die Krankheitsdauer deutlich verkürzen.
  • Begleitend finden depressionsorientierte Psychotherapie, Physiotherapie und Ergotherapie statt
  • Wir arbeiten eng mit der Institutsambulanz und der Stimulationsambulanz zusammen, um die Aufnahme der Patienten auf die Station zu koordinieren und ihre ambulante Weiterbehandlung nach der Behandlung mit dem Hirnstimulationsverfahren sicherzustellen
  • Für Patienten mit Tourette-Syndrom wurde ein „Behandlungsplatz Tourette“ (Einzelzimmer) eingerichtet, der nach Warteliste vergeben wird. Die Anmeldung zur stationären Aufnahme und die Nachbetreuung erfolgen gewöhnlich über die Tourette-Ambulanz.

Forschung

Auf unserer Station gibt es zwei Laborräume, in denen zur Exzitabilität (Erregbarkeit) und Plastizität des menschlichen Gehirns geforscht wird. Hier führen wir auch Behandlungen mit rTMS durch

Aktuelle Projekte umfassen die Evaluation eines Kurztherapiekonzepts für depressive Erkrankungen mit einer Kombination aus Escitalopram und tDCS, die Behandlung depressiver Erkrankungen bei Schwangeren mit tDCS, eine Studie zur längerfristigen Wirkung von selektivem Serotonin-Wiederaufnahmehemmer und tDCS bei therapieresistenter Depression und die Behandlung des Tourette-Syndroms mit tDCS