Station C1 | Schwerpunktstation für Depression

Leitung

Oberarzt PD Dr. C. Schüle

Unsere Station bietet Platz für 24 Patienten mit affektiven Störungen im Rahmen einer vollstationären Behandlung. Daneben bieten wir auch bis zu fünf Patienten eine teilstationäre (tagklinische) Behandlung an. Es gibt drei Fünfbettzimmer, vier Zweibettzimmer und zwei Überwachungszimmer mit je zwei Betten. Die Erkrankten werden von einem multiprofessionellen Team aus einem Oberarzt, drei Assistenzärzten, 17 Pflegekräften sowie einer Sozialarbeiterin und einer Stationsassistentin betreut.


Schwerpunkte

Bei uns werden Patienten mit Depressionen diagnostiziert und behandelt.

Besonders spezialisiert sind wir auf die Behandlung von therapieresistenten Depressionen, bei denen im Vorfeld der Aufnahme mehrere medikamentöse Behandlungsversuche nicht geholfen haben.

Unser zweites Spezialgebiet sind Angsterkrankungen.

Wir bieten bis zu 14 Tagen Interventionen für Patienten an, bei denen akute psychosoziale Belastungsfaktoren zu einer Krise geführt haben.


Behandlungskonzept

Für jeden Patienten wird je nach seiner Persönlichkeit und der Art seiner Erkrankung ein individuelles Therapiekonzept erstellt. Die Basis dafür ist die therapeutische Gemeinschaft im Zusammenleben der Patienten auf der Station im Kontakt mit einem psychotherapeutischen Team.

Das Therapiekonzept besteht aus:

  • Pharmakotherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Soziotherapie
  • Expositionsverfahren bei Angststörungen


Wir sind auf die medikamentöse Behandlung spezialisiert. So kommen bei uns auch neu entwickelte medikamentöse Therapieansätze wie eine Behandlung mit Ketamininfusionen zur Anwendung.

Daneben sind gruppentherapeutische Angebote (zwei Mal pro Woche) sowie psychotherapeutische Einzelgespräche mit unseren Psychologen und Ärzten eine sehr wichtige Ergänzung der Therapie. Bei vielen Patienten ist auch die Unterstützung durch eine Sozialarbeiterin von Bedeutung. Das Behandlungsprogramm umfasst aber auch das gesamte sonstige Therapiespektrum psychiatrischer Krankheiten, u.a. Kunsttherapie, Musiktherapie, Physiotherapie und Ergotherapie.

Zudem kommen auf unserer Station auch nichtmedikamentöse biologische Therapieverfahren bei Depressionen zum Einsatz, z. B. Wachtherapie oder verschiedene Hirnstimulationsverfahren (repetitive transkranielle Magnetfeldstimulation, transkranielle Gleichstrombehandlung, Elektrokonvulsionstherapie).

Bei Patienten mit einer Angststörung bieten wir sowohl pharmakotherapeutische als auch psychotherapeutische (z. B. Expositionsübungen) Behandlungsoptionen an.


Forschung

Wir forschen intensiv zur Entwicklung und Etablierung neuer Therapieverfahren (z. B. Hirnstimulationsverfahren, Ketamininfusionen) bei Patienten mit einer Depression und sind dabei auch an mehreren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekten beteiligt. Einen Überblick über die wissenschaftlichen Aktivitäten der Station C1 finden Sie auf unserer Forschungshomepage.