Station B3 | Schwerpunktstation für Borderline Persönlichkeitsstörungen und Bipolare Erkrankungen

Leitung

Oberarzt Dr. R. Musil

Unsere Station bietet 24 vollstationäre und fünf teilstationäre Plätze. Davon sind acht Plätze für unser intensives DBT-Programm reserviert. Ein großes Team aus drei Ärzten/innen, vier Psychologen/innen, 18 Pflegekräften und einem Sozialpädagogen sorgt für eine optimale Betreuung und Behandlung unserer Patienten.


Schwerpunkte

Unser Fokus liegt auf der Diagnose und Behandlung von Patienten mit einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung (Borderline).
Der zweite Schwerpunkt liegt in der Therapie und Diagnostik von Bipolaren Erkrankungen (früher: manisch-depressive Erkrankung).


Behandlungskonzept

  • Wir arbeiten auf Grundlage der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha Linehan.
  • Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung können nach einem Vorgespräch an unserem zehn-wöchigen DBT-Programm teilnehmen.
  • Das DBT-Programm umfasst die Teilnahme an Skills-Gruppen, Einzelpsychotherapie, Bezugspflegegespräche, Psychoedukationsgruppe, achtsamkeitsbasierte Körpertherapie, Achtsamkeitsgruppe und Ergotherapie.
  • Daneben bieten wir auch vier-wöchige DBT-Refresher an für Patienten, die bereits an einem längeren DBT-Programm teilgenommen haben und ihr Wissen und ihre Fähigkeiten wieder auffrischen wollen.
  • Möglich sind auch kurze Kriseninterventionen und Aufenthalte zur ausführlichen Diagnostik, falls die Diagnose noch unklar sein sollte.
  • Ab 11.18 bieten wir 2 Plätze zur DBT-PTBS für Patienten an, die in Vergangenheit das DBT-Programm auf userer Station durchlaufen haben.

„Ziel der Therapie ist, den Patienten wieder ein dauerhaft erfülltes, durch Selbstständigkeit und Zufriedenheit geprägtes Leben innerhalb ihres sozialen Umfeldes zu ermöglichen.“


  • Für Patienten mit einer bipolaren Erkrankung bieten wir eine umfangreiche Zusatzdiagnostik möglicher Begleiterkrankungen und ein individuell abgestimmtes Behandlungsangebot aus mehreren Bausteinen, wie z.B. Psychopharmakotherapie, Psychotherapie und Soziotherapie an.
  • Durch Psychoedukation (Einzel und Gruppe) wird alles Wissenswerte über die Erkrankung wie das Erkennen von Frühwarnzeichen, die Identifikation von individuellen Stressoren und das Führen eines Stimmungstagebuchs („Life-Chart-Methode“) vermittelt. Das soll einen eigenverantwortlichen und angstfreien Umgang mit der Erkrankung ermöglichen.
  • Wir arbeiten eng mit unserer Spezialambulanz für Bipolare Störungen zusammen.

Forschung

Wir untersuchen die Wirksamkeit unseres DBT-Programms in einem begleitenden Forschungsprojekt und wollen dadurch mehr über die Ursachen der Borderline-Erkrankung und ihre begleitenden Faktoren herausfinden.