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10-wöchiges DBT-Programm der Station B3

Was heißt DBT?

Dialektisch-Behaviorale Therapie

Wer kann am Programm teilnehmen?

Patienten mit der Diagnose Borderline. Falls sie bei Ihnen noch nicht gestellt wurde oder nicht ganz eindeutig ist, kann ein vorgeschalteter stationärer Aufenthalt bei uns sinnvoll sein.

Wie erfolgt die Aufnahme?

Grundsätzlich findet vor der Aufnahme in das Programm ein Informationsgespräch mit einem unserer Ärzte und einem Vertreter des Pflegeteams statt. Dabei möchten wir die Möglichkeit nutzen, Sie besser kennenzulernen. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen überlegen, ob unser Programm das richtige für Sie ist und die genauen Rahmenbedingungen klären. Dazu gehört z. B. der Abschluss eines Non-Suizidvertrages über die Dauer des Programmes. Natürlich können Sie hier auch Ihre Fragen loswerden.

Welche Voraussetzungen muss ein Patient erfüllen?

Es ist sehr wichtig, dass Ihre Wohnsituation vor Programmbeginn geklärt ist. Nur dann profitieren Sie optimal von der Teilnahme. Zudem müssen Sie einen BMI über 17,5 haben und an Gruppentherapien teilnehmen können. Außerdem dürfen keine akuten Süchte (Alkohol, Drogen, Medikamente) vorliegen.

Was wird während des Programms konkret gemacht?

In unserem zehnwöchigen Therapieprogramm gibt es verschiedene Therapiebausteine. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

  • psychologische Einzelgespräche
  • Kontakte mit Ihrer Bezugspflegeperson
  • therapeutische Gespräche mit Ihrem behandelnden Arzt
  • verschiedene Angebote im Gruppensetting, die speziell für unsere DBT-Patienten ausgerichtet sind. Dazu gehören die Skills-Gruppen, eine ärztlich geleitete psychoedukative Gruppe, die Achtsamkeitsgruppe sowie Körper- und Ergotherapie


So sieht eine typische Woche bei uns aus: =>Stundenplan

Wie ist der Ablauf über die 10 Wochen?

Der zehnwöchige stationäre Aufenthalt ist in zwei verschiedene Stufen aufgeteilt:

  • Stufe 1 – erste bis dritte Woche

Sie lernen mit der Unterstützung des Teams verschiedene Werkzeuge wie Verhaltensanalysen, Diary Card und Spannungsprotokolle kennen. Diese sollen Ihnen helfen, Anspannung und problematische Gefühle rechtzeitig wahrzunehmen und problematische Verhaltensweisen wie Selbstverletzung oder Wutausbrüche besser zu verstehen. Gemeinsam mit Ihrem Therapeuten erarbeiteten Sie die wichtigsten Ziele für Ihre Behandlung und stellen diese dem Team vor.

  • Stufe 2 – vierte bis zehnte Woche

Sie sollen sich mithilfe aller Therapiebausteine und der Unterstützung des DBT-Teams die Fertigkeiten erarbeiten, die Sie Ihren Zielen näher bringen. Die dafür benötigten Fertigkeiten sind ganz individuell und können z. B. das Erstellen und Üben von Skills für Situationen mit hoher Anspannung oder ein besserer Umgang mit problematischen Gefühlen (z. B. Wut, Schuld, Scham) oder destruktiven und selbstabwertenden Gedanken sein. Hilfreich ist dabei die Skills-Gruppe, in der viele wichtige Strategien zum Thema Achtsamkeit, Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen, zwischenmenschliche Fertigkeiten und Selbstwert besprochen und gemeinsam geübt werden. Um das Gelernte im Alltag ausprobieren und weiter einüben zu können, sind Wochenendübernachtungen von Anfang an ein fester Bestandteil des Programms. Bei Problemen mit der Umsetzung können Sie auf die Unterstützung des DBT-Teams zurückgreifen.

Nach dem 10-wöchigen Programm ist die ambulante Weiterbehandlung bei einem Psychotherapeuten sehr wichtig, um die Umsetzung des Gelernten im Alltag zu üben und die Inhalte der Therapie weiter zu vertiefen. Bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten beraten wir Sie gerne.

Download: Fragebogen zur Anmeldung eines DBT-Vorgesprächs