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Milieutherapie

Unsere Stationen sind nach dem Prinzip der therapeutischen Gemeinschaft organisiert. Es wird versucht, ein möglichst intensives Gemeinschaftsgefühl und viele Kommunikationsmöglichkeiten zu erzeugen, um den therapeutischen Wert des Zusammenlebens und des gegenseitigen Verständnisses zu fördern.

Für welche Patienten ist sie geeignet?

Für alle, die eine stationäre und teilstationäre Therapie machen.

Was passiert dabei?

Der Alltag ist in einer psychiatrischen Klinik anders organisiert als in Kliniken für körperliche Erkrankungen. Abgesehen von ganz akuten Krankheitsverläufen, bleiben die Patienten tagsüber nicht im Bett. Sie nehmen an verschiedenen therapeutischen Aktivitäten teil, die auf der Station und in der Klinik angebotenen werden. Auch in ihrer freien Zeit halten sich die Patienten häufig nicht im eigenen Krankenzimmer auf, sondern in wohnlich gestalteten Gemeinschaftsräumen der Station und außerhalb der Station.

Zur Milieutherapie gehört, dass der Tag jedes einzelnen Patienten nach einem individuell festgelegten Tagesplan gestaltet wird, in dem die verschiedenen therapeutischen und Freizeitaktivitäten sinnvoll verbunden sind. Ziel ist, dass sich der Erkrankte nicht ausschließlich mit seinen Problemen und Symptomen beschäftigt. Er soll vielmehr im Rahmen einer Gemeinschaft das Gefühl eines zwischenmenschlichen Miteinanders erfahren und eine gewisse Außenorientierung erreichen, die ihn von der Fixierung auf die eigenen Probleme und Symptome ablenkt. Bestimmte Veranstaltungen dienen diesem Ziel, z.B.:

  • gemeinsame Mahlzeiten
  • Stationsversammlungen
  • gemeinsame Ausflüge der Patienten einer Station
  • Lesegruppe (z. B. gemeinsame Zeitungslektüre)
  • gemeinsame Freizeitaktivitäten jeglicher Art


Für die Gestaltung der Atmosphäre auf der Station und für die Durchführung der stationsbezogenen Gemeinschaftsaktivitäten sorgen insbesondere die Mitarbeiter des Pflegepersonals.