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Kunsttherapie

Die Kunsttherapie ist ein Raum, der zum Eigenbild-Erfinden einladen soll. Sie fördert eine kreative Haltung, die auch in der realen Lebensgestaltung Anwendung finden kann. Denn durch Farbe, Form, Linie kann im Bild vieles gesagt oder angedeutet werden, was sich sonst nur schwer ausdrücken lässt. Dieser schöpferische Selbst-Ausdruck ist ein Weg zu mehr seelischer Gesundheit.


Für wen ist es geeignet?

Die Kunsttherapie ist für alle Patienten geeignet, die sich kreativ mit Farben und Formen ausdrücken möchten und dabei mehr über ihr inneres Erleben erfahren wollen. Eine Anmeldung findet über die jeweiligen Ärzte der Stationen statt.

Was passiert dabei?

Unter Anleitung eines Therapeuten werden die Patienten kreativ tätig und gefördert. Sie nützen dazu verschiedene Medien und Techniken der Bildenden Kunst. In unserer Klinik stützt sich die Kunsttherapie schwerpunktmäßig auf das bildnerische Gestalten. Die Patienten widmen sich dabei über einen Zeitraum von etwa sechs bis acht Wochen einer künstlerischen Aufgabe – meist in der altbewährten Mosaiktechnik. Dadurch kann folgendes erreicht werden:

  • Probleme in einer symbolischen „Verkleidung“ abzubilden, bietet große Freiheiten, um die eigene Aussage zu finden. Dadurch werden Bilder zu Landkarten für die eigene Seele.
  • Schöpferisch sein heißt auch: Sich mit neuen Möglichkeiten zu entdecken, die mehr Lebendigkeit erlauben. Diese Optionen lassen sich auf der Bildebene probeweise darstellen und damit leichter finden.


Die Ärztin für Psychotherapie/Psychoanalyse und Professorin für Kunsttherapie an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Dr. Gisela Schmeer fasst die Wirkung der Kunsttherapie so zusammen: „Der Gestaltungsprozess ist immer auch ein Strukturierungsprozess. Bewusstes und Unbewusstes drückt sich aus, kann angeschaut werden, und sich klären. Sowohl über das Auge als auch über die Sprache können Bildinhalte integriert werden. Scheinbar Unerträgliches wird schrittweise entschärft, und verarbeitet.“