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Psychotherapeutische Untersuchung

Was ist es?

Mithilfe einer psychotherapeutischen Untersuchung klärt der Arzt oder ein Psychologe, ob und welche seelischen Faktoren des Patienten eine besondere Rolle bei der Entwicklung der Erkrankung spielen.

Für welche Patienten ist sie geeignet?

Vor allem für Patienten mit neurotischen und psychosomatischen Störungen, denn bei diesen Erkrankungen ist der seelische Einfluss besonders groß. Eine psychotherapeutische Untersuchung kann aber auch bei Persönlichkeitsstörungen ein wichtiges Diagnose-Verfahren sein.

Was passiert dabei?

Im Gespräch mit dem Arzt oder Psychologen erzählt der Patient seine Probleme und Lebensgeschichte. Dabei fragt der Therapeut z. B. nach wichtigen Ereignissen, inneren Einstellungen und Dialogen. Auch die Gefühle des Patienten, seine Mimik, Gestik und Körperhaltung sowie Hemmungen oder Auffälligkeiten geben wichtige Hinweise für die Erstellung einer Diagnose.
Häufig kommen auch sogenannte strukturierte Interviews zum Einsatz, mit denen Diagnosekriterien nach den aktuellen Klassifikationssystemen gemeinsam durchgegangen werden.
Ein anderes Element ist die Verhaltensanalyse: Dabei beachtet der Arzt oder Psychologe besonders die Krankheitsbedingungen, die für die Aneignung und Aufrechterhaltung dysfunktionaler Verhaltensweisen bedeutsam sind und behandelt werden sollten.